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Marrin, Minnette


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Sunday Times - Großbritannien | 11.10.2009

Obama hätte den Preis ablehnen sollen

Die Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama sei eine fragwürdige Entscheidung, schreibt Minnette Marrin in der konservativen Sonntagszeitung The Sunday Times: "Trotz des Nebels von Krieg und Diplomatie bleibt eine Sache recht klar, und zwar, dass nichts am Nobelpreis wirklich nobel ist. Viele Menschen, die ihn hätten gewinnen sollen, haben es nicht getan. Einige, die ihn mit Sicherheit nicht hätten gewinnen sollen, haben ihn gewonnen, wie etwa [der ehemalige Palästinenserführer] Jassir Arafat und [der Politiker] Le Duc Tho aus dem kommunistischen Nordvietnam. Deshalb hätte ich nicht überrascht sein sollen, zu hören, dass Barack Obama der Preis angeboten wurde. Aber ich bin überrascht und betrübt, dass er ihn angenommen hat. Wie Millionen anderer Leute bewundere ich Obama. Ich habe auch die allgemeine Freude darüber geteilt, dass ein Land mit einer beschämenden Geschichte von Rassismus, das Land meines Vaters, einen klugen, gut qualifizierten, redegewandten und charismatischen [Präsidentschafts-]Kandidaten finden konnte, der auch noch schwarz war, und ihn dann ins Weiße Haus wählte. Ich glaubte damals und ich hoffe noch immer, dass er Großes erreichen kann. Es ist jedoch offensichtlich, dass Obama bislang noch nicht allzu viel erreicht hat."

The Times - Großbritannien | 20.09.2009

Minette Marrin über die Grenzen religiöser Toleranz

Die Gebeine der heiligen Thérèse von Lisieux reisen derzeit durch Großbritannien, wo sie von zahlreichen wundergläubigen Katholiken als Reliquie verehrt werden. In der konservativen Tageszeitung The Times zweifelt Minette Marrin am Sinn eines solchen "Aberglaubens" und hinterfragt die allgemein hohe Toleranz gegenüber den Religionen: "Die romantische Reise der Reliquie der kleinen Blume [Thérèse von Lisieux] hat mich daran erinnert, dass wir in diesem Land eher zu viel religiöse Toleranz haben. Die Wahrheit ist, dass viele Religionen ... bestimmte Lehren und Glaubensansichten haben, die nicht nur vernunftwidrig, sondern manchmal gefährlich sind. Derzeit gibt es Religionen mit unzähligen Anhängern in diesem Land, die lehren, dass Menschen wirklich von Dämonen besessen werden können, ... dass Frauen unrein sind und ihnen deswegen bestimmte Positionen und Rollen verwehrt werden müssen. Diese Überzeugungen ... sind in diesem Land illegal und widersprechen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dennoch überzeugt uns die Pflicht der religiösen Toleranz, diese Tatsache zu übersehen. Sie überredet uns zu ignorieren, dass nicht alle Religionen wirklich gleicht sind, und zwar in dem Sinne, dass sie nicht alle gleichmäßig gutartig oder harmlos sind."

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