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Martinotti, Giampiero
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Merkel und Sarkozy stabilisieren Europa
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt am heutigen Mittwoch in Paris mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy an der Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs teil. Sie ist ein Wegweiser in die Zukunft Europas, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Es ist ein Ereignis ohnegleichen, ein außergewöhnliches Symbol des unendlichen Prozesses der deutsch-französischen Versöhnung. ... Es handelt sich um eine historische, aber auch um eine politische Geste, um ein Zeichen für die europäischen Partner: Nach anfänglichen Unschlüssigkeiten und Meinungsunterschieden geht das Paar Merkel-Sarkozy den Weg seiner Vorgänger. ... Eine unumgängliche Wahl, sei sie durch die Gründe der Realpolitik diktiert oder durch die tiefe Überzeugung, dass nur eine Vertiefung des deutsch-französischen Dialogs die europäische Integration nähren und die Stabilität des Alten Kontinents garantieren kann."
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Sarkozy bricht ein Tabu
In seiner Rede in Douaumont nahe dem Schlachtfeld von Verdun erinnerte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy auch an die Deserteure des Ersten Weltkriegs. Damit habe er ein Tabu gebrochen, schreibt die links-liberale Tageszeitung La Repubblica: "Die Erinnerung an die Deserteure, die Soldaten, die den Gehorsam verweigerten und zum Exempel erschossen wurden, ist die erste politische Rehabilitierung seitens eines französischen Staatspräsidenten von 675 Soldaten, die zwischen 1914 und 1918 erschossen wurden. ... Sarkozy hat den richtigen Ton gefunden, um der mit Schmach bedeckten Soldaten zu gedenken. ... Mit der Wiedergutmachung hat [der ehemalige französische Premierminister] Lionel Jospin schon vor zehn Jahren geliebäugelt. ... Sein Nachfolger, wenn auch rechts orientiert und Anhänger nationaler Werte, hat nun das Tabu gebrochen. ... Frankreich ist nicht das erste Land, das diesen Schritt vollzieht. Großbritannien hat seine 360 hingerichteten Soldaten per Gesetz rehabilitiert. In Italien hingegen bleiben die 750 zum Tode verurteilten und erschossenen Soldaten vergessen."
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Politischer Triumph
Die Tageszeitung La Repubblica sieht in der Befreiung Betancourts einen politischen Triumph Kolumbiens gegenüber der französischen Verhandlungstaktik. "[Der kolumbianische Präsident] Álvaro Uribe hat seine Diplomatie dosiert, er hat die amerikanischen Alliierten, die seit fünf Jahren das kolumbianische Heer unterstützen, auf dem Laufenden gehalten und den Franzosen gegenüber geschwiegen, die zu sehr auf die Notwendigkeit von Verhandlungen und die Vermittlung von Hugo Chavez, kein Freund Uribes, gepocht haben. ... Der Schachzug ist nicht nur ein militärischer Erfolg und Beweis, das die FARC unterwandert werden kann, sondern ein politischer Triumph. Sarkozy hat das eingestanden. Er hat auf eine Reise nach Bogotá verzichtet und begnügt sich damit, Ingrid Betancourt heute in Paris zu empfangen. Die Freude trübt ein klein wenig das Bedauern, in der Aktion eine Nebenrolle gespielt zu haben."
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