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Merli, Alessandro


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Il Sole 24 Ore - Italien | 20.12.2011

Zwangsrekapitalisierung der Banken gefährlich

Die Finanzstabilität im Euro-Raum ist so stark gefährdet wie nie seit der Lehman-Pleite im Herbst 2008. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Bericht zur Finanzstabilität der Europäischen Zentralbank hervor. Die EZB fürchtet offensichtlich negative Auswirkungen der geplanten Zwangsrekapitalisierung der Banken, analysiert die liberale Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Es ist nicht das erste Mal, dass die EZB Zweifel äußert an den Plänen der Europäischen Bankenaufsicht zur Rekapitalisierung der Banken. Die Aufsicht verlangt von den europäischen Banken, bis Mitte 2012 ihre Kernkapitalquote auf neun Prozent aufzustocken. Das könnte die Banken veranlassen, Aktiva zu verkaufen oder die Kreditvergabe für Familien und Unternehmen zu drosseln. In ihrem gestrigen Bericht fordert die EZB die nationalen Bankenaufsichten dazu auf zu verhindern, dass die Rekapitalisierung zum Fremdkapitalabbau führt, der seinerseits eine Kreditklemme für die Realwirtschaft verursacht."

Il Sole 24 Ore - Italien | 25.03.2011

Portugal ist Spielverderber

Die Einigung über das Paket zur Euro-Rettung ist ein historischer Moment, der jedoch von der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise Portugals getrübt wird, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die portugiesische Regierungskrise und die hohe Wahrscheinlichkeit von Neuwahlen bis Juni machen den Zugriff Lissabons auf ein Rettungspaket der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahezu unvermeidbar. Ungewiss ist jedoch, wer die Verhandlungen mit Europa und dem IWF führen soll, und zu welchen ... Gegenleistungen Lissabon bereit ist. Unerlässlich erscheinen dabei strenge Wirtschaftsreformen. ... Die Aufgabe, mit der EU und dem IWF zu verhandeln, dürfte kaum der zurückgetretenen sozialistischen Regierung von José Sócrates zufallen. Dies könnte nur mit Hilfe des Staatspräsidenten und der ausdrücklichen Unterstützung der Opposition geschehen. Doch stimmte letztere just am Mittwoch gegen das vierte Sparmaßnahmenpaket von Sócrates, das von der EU hingegen gutgeheißen worden war."

Il Sole 24 Ore - Italien | 22.10.2010

G20 zu groß und träge

Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Wirtschaftsmächte (G20) beraten an diesem Freitag im südkoreanischen Gyeongju über Währungskurse und globale Handelsungleichgewichte. Die Tatsache, dass dabei kaum konkrete Ergebnisse erwartet werden, rechtfertigt die Wiederbelebung kleinerer Gremien wie der G7, meint die Wirtschaftzeitung Il Sole 24 Ore: "Das diesjährige Treffen der Sieben ist ein weiteres Indiz dafür, dass die G20, das neue Format der Weltregierung, knapp zwei Jahre nach seiner Geburt bereits frühzeitige Alterserscheinungen aufweist. Konnte es sich auf dem Höhepunkt der Krise bewähren, entpuppt es sich nun als aufgeblähtes und wenig effizientes Instrument. Allem Anschein nach sucht vor allem Kanada, unter dessen Präsidentschaft in diesem Jahr der G7-Gipfel stattfand, nach einer neuen Formel, die China auf direktere Weise einbindet, eventuell auch Brasilien sowie Indien, und somit die G20 umgeht."

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