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Mészáros, Tamás
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Nur Orbáns Rücktritt hilft Ungarn
Um den wirtschaftlichen Kollaps Ungarns zu verhindern, muss Regierungschef Viktor Orbán schnellstmöglich abtreten, meint die linksliberale Wochenzeitung 168 óra: "Solange Viktor Orbán an der Macht ist, wird niemand auch nur einen kleinen Finger rühren, um das System Orbán zu finanzieren. ... Die internationale Finanzwelt hat das Vertrauen in Orbán verloren. Für den IWF sind die arroganten Diktate Orbáns völlig inakzeptabel, und auch die transatlantische Politik hat den ungarischen Premier bereits abgeschrieben. Man will sich von ihm befreien wie von einem gefährlichen politischen Virus. ... Die Finanzmärkte haben Ungarn den Rücken gekehrt: Es wird keine Investitionen und keine Kredite mit akzeptablen Zinsen geben. Die von der Regierung Orbán unablässig erpressten Banken wiederum werden alle Gelder einfrieren. ... Orbán sollte friedlich abtreten, solange es noch möglich ist. Wenn er es nicht tut, ist das Schicksal Ungarns besiegelt, dem Land droht dann eine wirtschaftliche Katastrophe."
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Ungarns neue Verfassung ist stümperhaft
Die rechtskonservative Parlamentsmehrheit in Ungarn will am Montag eine umstrittene neue Verfassung verabschieden. Der Verfassungsentwurf spiegelt Dilettantentum und Machtgier wider, meint der Publizist Tamás Mészáros in der linksliberalen Wochenzeitung 168 óra: "Die wegen des angeblichen 'Verfassungszwangs' fieberhaft kodifizierenden Regierungsparteien haben allein in dieser Woche, also unmittelbar vor der Verabschiedung des neuen Grundgesetzes, rund 150 Veränderungen angenommen. Und inmitten dieser völlig unbegründeten Hast erwarten sie tatsächlich den fachlichen und politischen Respekt der Bürger. Ihnen fällt nicht auf, dass es außer ihnen - weder hierzulande noch im Ausland - ernstzunehmende Verfassungsrechtler gibt, die keine Zweifel an dieser Einparteien-Textsammlung hegen. Auf die Einschränkung der Bürgerrechte durch die neue Verfassung hat die Venedig-Kommission des Europarates ebenso aufmerksam gemacht wie einzelne europäische Rechtsexperten. ... Wir können zweifelsfrei feststellen, dass die neue ungarische Verfassung sowohl den machttechnischen Bestrebungen als auch dem Dilettantismus seiner Schöpfer zum Opfer gefallen ist."
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Europawahlen: Ungarisches Immunsystem ist schwach
In der linksliberalen Wochenzeitung 168 Óra kommentiert der linke Publizist Tamás Mészáros den Ausgang der Europawahlen in Ungarn: "Die Öffentlichkeit wurde nicht von der dramatischen, aber absehbaren Niederlage der regierenden Sozialisten überrascht, auch nicht von der seit einiger Zeit zu beobachtenden Expansion der radikalen Rechten, und auch nicht vom überlegenen Erfolg der rechtskonservativen Oppositionspartei Fidesz. Vielmehr überraschend war die Anzahl der Wählerstimmen, die die rechtsradikale Partei Jobbik auf sich vereinen konnte [knapp 15 Prozent] und der damit einher gehende massive Vorstoß des Ultraradikalismus in Ungarn; oder anders: das erschreckende Ausmaß des Terraingewinns des rassistisch-antisemitischen Hungarismus. Eine Überraschung war aber auch das katastrophale Ergebnis der Freien Demokraten [knapp über 2 Prozent], das im Grunde gleichbedeutend ist mit dem Untergang der hiesigen Liberalen. ... Diese beiden Tatsachen verändern die ungarische Demokratie in ihren Grundfesten. ... Das Immunsystem der ungarischen Gesellschaft ist schandbar schwach. Wie sich bei den Europawahlen nun gezeigt hat, ist der Mittelstand sogar bereit, gemeinsame Sache mit radikalen politischen Kräften zu machen."
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