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Mihu, Laurentiu


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


România Liberă - Rumänien | 31.01.2012

Haftstrafe für Ex-Premier gefährdet seine Partei

Der frühere rumänische Premier Adrian Năstase (2000 bis 2004) ist am Montag vom Obersten Gerichtshof in Bukarest wegen illegaler Parteienfinanzierung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Er hat demnach rund 1,6 Millionen Euro von Firmen und Geschäftsleuten veruntreut und für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2004 genutzt. Die Tageszeitung România Liberă vermutet, dass seine sozialdemokratische Partei PSD an dem Urteil zerbrechen könnte: "Ein Urteil für einen Politiker eines solchen Kalibers wie Adrian Năstase öffnet in der eigenen Partei die Büchse der Pandora, was dem Parteichef Victor Ponta extreme Schwierigkeiten bereiten wird. ... Einerseits ist die Haftstrafe ein Image-Schaden, andererseits könnte die Partei in verschiedene Lager zerfallen - in die Unterstützer von Năstase und jene, die sich distanzieren (ob aus Prinzip oder aus Angst). Parteichef Victor Ponta hat Năstase schon einmal erklärt, dass im Fall einer Verurteilung die Partei sich nicht wie eine Mauer schützend vor ihn stellen werde, zumal gegen Năstase noch weitere Verfahren laufen. ... Es wird also schwer sein, die PSD zu beruhigen, wo die Interessensgruppen und das Beziehungsdickicht komplizierter sind als in jeder anderen rumänischen Partei."

România Liberă - Rumänien | 04.01.2011

Rumäniens Kirche setzt falsche Prioritäten

Die rumänisch-orthodoxe Kirche will in Bukarest eine 120 Meter hohe Kathedrale bauen. Da ihr Geld fehlt, hat sie das rumänische Parlament um einen Zuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro gebeten. Die Tageszeitung România Liberă kritisiert das: "Es ist schwer festzustellen, wie viele Priester oder [kirchliche] Seminarleiter gehörige Schmiergeldsummen in Empfang nehmen, um diverse weltliche Dinge zu lösen. ... Transparenz wird in solchen Fällen hintangestellt. ... Jenseits der offiziellen Stellungnahmen wissen wir nicht einmal, welche sündigen Beziehungen zwischen Kirche und Politik bestehen. Die laufen so geschmiert, dass die Rumänen zwei Mal betrogen werden: als Wähler und als Kirchenmitglied. Die Kirche ... hat jetzt eine große Chance verpasst, von der wir alle profitiert hätten. Sie hätte wirklich etwas zur Erlösung und Entwicklung der rumänischen Gesellschaft beigetragen, wenn sie die großen Geldsummen in ein riesiges landesweites Sozialprojekt gesteckt hätte."

România Liberă - Rumänien | 28.07.2010

Rumänien soll Roma integrieren

Der französische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Pierre Lellouche, hat Rumänien am Dienstag gewarnt, den für 2011 geplanten Beitritt zum Schengen-Raum zu riskieren, falls es nicht mehr für die Integration der Roma leiste. Derzeit emigrieren viele Roma aus Rumänien nach Frankreich und Italien. Laurentiu Mihu begrüßt Lellouches Ankündigung in der Tageszeitung România Liberă: "Die Verantwortung ... muss zuallererst der rumänische Staat tragen. Statt seine Probleme zu lösen, hat er seit 20 Jahren die einfachste und zynische Lösung gewählt: sie zu exportieren. Ich bin mir sicher, dass sich viele Verantwortungsträger aus Bukarest inoffiziell darüber gefreut haben, dass sich die Kriminalität aus dem eigenen Land in andere Länder verlagert. ... Im Gegensatz zu Italien hat nun Frankreich Rumänien mit einem einschneidenden 'europäischen' Instrument zur Räson gebracht: mit einer Barriere für den Beitritt zum Schengen-Raum. Auch wenn es erstmal nicht den Anschein hat, aber diese kalte Dusche könnte uns helfen, das richtige zu tun."

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