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Minkmar, Nils


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | 23.10.2011

Nur mehr Steuern führen aus der Krise

Griechenland braucht deutlich mehr Geld als erwartet, haben die Beobachter der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission festgestellt. Die konservative Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fordert von den europäischen Regierungen endlich zuzugeben, dass die Steuern steigen müssen, um aus der Krise zu finden: "Die BCG [Boston Consulting Group] rechnet mit einer einmaligen Wohlstandsabgabe auf Vermögen und Immobilien irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Prozent. Sie wäre schwer durchzusetzen, unpopulär und so weiter - aber immer noch besser als jeder andere Weg. Es gibt heute keinen verantwortlichen Politiker, der sich zu sagen traut, was die Boston Consulting Group schreibt. Die Anpassung des Finanzsektors an die wirkliche Welt, die Transaktionssteuer, die juristische Verfolgung der Betrugssysteme, all das wird kommen. Aber erst werden wir zusammen ärmer, müssen wir mehr und länger arbeiten, für weniger Netto. Es sollte jetzt ein Satz fallen, den sich seit Jahrzehnten niemand auszusprechen traut: dass die Steuern steigen werden, dauerhaft und spürbar, und das sie der Preis unserer Zivilisation sind."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | 31.08.2008

Verrat an sich selbst

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) habe ihre Ideale verraten, schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Das zeige nicht nur ihr Umgang mit der Kaukasuskrise und dem Besuch des Dalai Lamas, des spirituellen Oberhaupts der Tibeter. "Blickt man mit unverzauberten Augen auf die heutige SPD, sieht man alles andere als eine weltoffene Partei. Man sieht eine autistische Obsession mit Personen ... und ihren nur noch Insidern verständlichen Referenzsystemen, die sich sämtlich auf unseren Sozialstaat beziehen. ... Die Appelle, die Sensibilität verwundeter Großmachtseelen nicht zu verletzen, werden langsam zum Markenzeichen einer Partei, die gegründet wurde, die Armen zu schützen. ... Kaum vorstellbar, dass Sozialdemokraten mal Dissidenten, Häftlinge, Oppositionelle umworben haben. ... Für die Staatsräson ist ein Rückzug auf die Tradition der Kabinettsdiplomatie nie verkehrt, für eine Volkspartei aber nicht genug."

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