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Mitė, Valentinas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Delfi - Litauen | 23.11.2010

Keine Gnade für Sowjetskulpturen in Litauen

Seit Monaten streitet Litauen über den Verbleib stark renovierungsbedürftiger Sowjetskulpturen auf einer Brücke in Vilnius und deren kulturhistorischen Wert. Für das Nachrichtenportal Delfi ist die Frage längst entschieden: "Warum sollen diese Objekte stalinistischer Agitation mehr als zwanzig Jahre nach Ausrufung der Unabhängigkeit immer noch im Zentrum unserer Hauptstadt stehen und uns zurufen: 'Passt auf, wir kommen vielleicht wieder zurück'? Die 1952 errichteten Statuen sollten schon längst im Grūto parkas [einem Gelände mit Sowjetskulpturen] stehen. Dort kann jeder ohne größeren Aufwand hinfahren und all die Lenins, Stalins und litauischen Kollaborateure besichtigen. Erst im Mai erklärte der Bürgermeister von Vilnius, Vilius Navickas, die Brückenskulpturen hätten einen kulturellen Wert. Was für einen, bitte schön? Wäre das der Fall, müssten in Litauen auch Sowjetparolen unter Schutz gestellt werden, zum Beispiel 'Lang lebe die KPdSU'."

Delfi - Litauen | 03.02.2010

Homophobes Litauen muss umdenken

In vielen Ländern Osteuropas nimmt die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben zu - nicht jedoch in Litauen, kritisiert das Nachrichtenportal Delfi: "Zwar gilt seit 1993 ein Gesetz, wonach die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten verboten ist, aber über Gay-Paraden braucht man bei uns gar nicht erst zu sprechen, nachdem zuletzt 2006 und 2007 in Vilnius Versammlungen aus Sicherheitsgründen verboten wurden. Begründet wurde dies mit einer Umfrage, wonach 81 Prozent der Litauer Homosexualität für eine Krankheit halten. … Es scheint, als lebe ein Großteil der Litauer in einer anderen Welt als die Westeuropäer, wo dieses Problem überhaupt nicht existiert. … Litauen wird am Ende gezwungen sein, die von der EU verabschiedeten Normen einzuhalten, so sehr bestimmte Organisationen und bestimmte Bürger auch dagegen sind. Wir können die EU-Politik nicht verändern, haben es aber geschafft, das Bild von einem Volk homophober Fanatiker zu zeichnen, das die Menschenrechte nicht respektiert."

Delfi - Litauen | 07.08.2009

Valentinas Mitė über das schwierige Verhältnis zwischen Litauen und Russland

Valentinas Mitė fragt im Nachrichtenportal Delfi, warum die Beziehungen Litauens zu Russland so schlecht sind: "Eigentlich wären die Voraussetzungen gar nicht so schlecht gewesen. Litauen hat keine Gebietsansprüche an Russland und umgekehrt. In Litauen gibt es keine Probleme mit einer russischsprachigen Minderheit wie in Estland oder in Lettland: Alle Einwohner der litauischen Sowjetrepublik wurden unabhängig von ihrer Nationalität litauische Bürger und sind damit heute EU-Bürger. Der Kreml weiß sehr wohl um die Unterschiede zwischen den drei baltischen Staaten, wirft die drei Länder aber immer in einen Topf, und eine solche Politik ist unfreundlich gegenüber Litauen." Auch Verstimmungen wegen des Transits in die russische Exklave Kaliningrad oder der Ölpipeline nach Litauen taugten nicht als Erklärung, meint Mitė: "Das Hauptproblem liegt nicht in der Gegenwart, sondern in der Geschichte. Russland hat die Rechtsnachfolge der Sowjetunion angetreten, erkennt aber die Besatzung Litauens faktisch nicht an. Damit wird eine historische Tatsache geleugnet, und für Litauen können sich hieraus tragische Folgen ergeben. Forderungen nach Kompensation für die Besatzung sind allerdings auch nicht realistisch."

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