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Möseneder, Michael
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Vorarlberg setzt Konservatismus beinhart um
Nach dem Urteil des Kölner Landgerichts zur religiösen Beschneidung hat sich der Vorarlberger Landeshauptmann von der konservativen ÖVP, Markus Wallner, gegen eine Beschneidung in Österreichs Krankenhäusern ausgesprochen. Das ist nicht nur ein Symptom der Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen FPÖ, sondern konservativer Mainstream, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Nun kann man die Rechtsfrage, ob die Entfernung der Vorhaut bei Unmündigen eine Körperverletzung ist oder nicht, durchaus diskutieren. Die Vorgangsweise in Österreichs Spitälern ist da uneinheitlich, im Justizministerium will man keine Einschätzung abgeben. ... Aber das Problem in Vorarlberg geht tiefer. Bei der Landtagswahl 2009 kamen ÖVP und FPÖ auf eine Dreiviertelmehrheit - und damit setzen sie ihre konservative Weltsicht beinhart um. Es geht nicht nur um Minarette und Beschneidungen. Auch Abtreibungen werden in keinem Spital im Ländle vorgenommen. Was Frauen zu weiten Reisen zwingt - oder zur Engelmacherin."
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Statistik ohne Zahlen
Es sei eigentlich eine erstaunliche Leistung der österreichischen Polizei, eine Pressekonferenz zur Kriminalstatistik zu veranstalten und dabei keine einzige Zahl zu nennen, schreibt die Tageszeitung Der Standard: "Dass es die Öffentlichkeit vielleicht doch interessieren könnte, ob sie jetzt häufiger oder seltener Opfer von Kriminalität wird, wird dabei ignoriert. Stattdessen versucht man zu erklären, warum welche Delikte wie in welche Datenbank kommen – und offenbart dabei weitere Merkwürdigkeiten. Gleichgültig, ob die Behauptung von Herwig Haidinger, ehemals Chef des Bundeskriminalamtes, stimmt, dass auf Kabinettswunsch die Zählmethode verändert worden ist: Um den Vorwurf der Manipulation wirksam zu kontern, müsste die Polizei alle Zahlen offen legen. ... Dass der Einzelne die Gesamtsituation nicht kennt – geschenkt. Aber dass sich die oberen Chargen schlicht weigern, Daten bekannt zugeben, wenn Gerüchte derart wuchern, ist mehr als unprofessionell."
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