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Molinari, Maurizio
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Investoren haben Qual der Wahl
Beim Börsendebüt des weltgrößten sozialen Netzwerks müssen Investoren eine schwierige Entscheidung treffen, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Die Wall Street empfängt Facebook mit gemischten Gefühlen. Einerseits hofft die Börse auf einen realen Wachstumsschub, anderseits fürchtet sie den möglichen Bumerang einer Spekulationsblase mit unabsehbaren Folgen. Die Händler stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Dies ist auf die außergewöhnliche Beschaffenheit des vor sieben Jahren von Mark Zuckerberg gegründeten Netzwerkes zurückzuführen, das heute 800 Millionen Nutzer zählt. Einerseits ist mit einem Emissionserlös von bis zu 10 Milliarden Dollar zu rechnen, was gemessen am Wert des Unternehmens, der auf 75 Milliarden bis 100 Milliarden Dollar geschätzt wird, den Börsengang zum größten aller Zeiten macht. Andererseits ist das Netzwerk eine virtuelle Gemeinschaft, dessen Wert einzig und allein in seiner Online-Existenz besteht und nicht in industriellen Produkten wie etwa im Fall von Apple."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Finanzmärkte, » USA
G20: Obama und Sarkozy bedrängen Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf dem G20-Gipfel in Cannes von Frankreich und den USA zunehmend in die Ecke gedrängt, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Nicolas Sarkozy und Barack Obama stimmen beim Aktionsplan der G20 überein und bei der Strategie für Libyen und den Iran. ... Vor allem aber sind sie sich darüber einig, dass sie im neuen EZB-Chef Mario Draghi den richtigen Ansprechpartner gefunden haben, damit die EZB eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Euro-Krise spielen kann. Denn ihre gute Laune ist in erster Linie der Tatsache zu verdanken, dass Draghi den Leitzins gesenkt hat, wie es von Paris und Washington gewünscht, von Berlin aber bislang verhindert wurde. Washington liebäugelt zudem mit einem Euro-Fonds, der dem französischen Vorschlag ähnelt, den Rettungsfonds EFSF in eine Bank zu verwandeln. Auch dagegen sprach sich Angela Merkel im Oktober aus. Doch mit Draghi in der EZB hoffen Paris und Washington den Widerstand Berlins zu überwinden und Frankfurt eine Rolle zukommen zu lassen, wie sie die US-Notenbank 2008 und 2009 in den USA hatte."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Finanzpolitik, » Banken, » Deutschland, » Frankreich, » USA
Obama schießt sich auf Iran ein
Die US-Regierung hat hochrangigen Mitgliedern zufolge keine harten Beweise für Kenntnisse der obersten iranischen Führung von dem angeblichen Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in Washington. Doch in seiner außenpolitischen Strategie hat US-Präsident Barack Obama den Iran als Hauptfeind ausgemacht, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Mit der direkten Einbeziehung Teherans im angeblichen Mordkomplott läutet US-Justizminister Eric Holder eine neue Phase der Iran-Politik von Barack Obama ein. Dieser ist überzeugt, dass der Arabische Frühling Hauptthema der Außenpolitik sein wird. Denn die Revolten zwingen die USA, neue Wege zu gehen, um die eigenen Interessen zu schützen. Als Befürworter der Revolten hat Obama in den Unterstützern der Autokraten das gegnerische Lager ausgemacht. Und da der heißeste Frühling der syrische ist, sind die größten Feinde Amerikas diejenigen, die dem Regime von Bashar al-Assad gestatten, seine blutige Unterdrückung fortzusetzen. Assad hat von Moskau bis Peking viele politische Alliierte, doch nur einen militärischen Partner: den Iran von Mahmud Ahmadinedschad."
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Zweischneidiger Reichtum Afghanistans
Afghanistan besitzt US-Experten zufolge unentdeckte Bodenschätze im Wert von mutmaßlich mehr als einer Billion Dollar. Deren Ausbeutung kann das Land aus der Armut führen, aber auch negative Folgen haben, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Die Bodenschätze können Kabul zum Dubai von Zentralasien machen. ... Afghanistan könnte dank dieser Schätze einen Weg aus der Armut finden und jungen Generationen mit neuen Arbeitsplätzen in den Minen eine Alternative zur Waffengewalt bieten. Doch die unverhoffte Milliardentorte könnte andererseits auch zum Objekt der Begierde der Kriegsherren werden, deren Haupteinnahmequelle derzeit der Drogenhandel ist. Ganz abgesehen davon, dass Lithium, Eisenerz und Kupfer Korruption bei der Vergabe von Minenlizenzen fördern, in die im vergangenen Jahr bereits eine chinesische Gesellschaft verwickelt war. Der steigende Bedarf an Bodenschätzen des asiatischen Riesen, der an Afghanistan angrenzt, kann zu einer strategischen Rivalität mit den USA mit unabsehbaren Folgen führen."
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US-Stammzellenforschung fordert Europa heraus
In der Entscheidung des US-Präsidenten Barack Obama für die Stammzellenforschung sieht die liberale Tageszeitung La Stampa eine Herausforderung für Europa: "Der Kontrast von Pragmatismus und Ideologie ist das Steckenpferd, mit dem Obama die Wahlen gewonnen hat und auf das er jetzt zurückgreift, um die Notwendigkeit zu unterstreichen, den leidenschaftlichen Konflikten zwischen links und rechts, zwischen progressiv und konservativ, zwischen laizistisch und religiös den Rücken zu kehren. ... Genau um eine ideologische Spaltung zu verhindern, rechtfertigt Obama seine Entscheidung mit den Worten eines Gläubigen. ... Obamas Glaube ist nicht einer an die Dogmen und die Kirche, sondern an die Idee des heiligen Augustinus vom 'Dienst am Nächsten'. ... Für Europa, wo die Stammzellenforschung ein Tabu und die Gegenüberstellung von Laizismus und Religion ideologisch verhärtet ist, stellen die Sprache und die Politik Obamas eine Herausforderung dar, der man sich sowohl auf der Ebene der Werte als auf der des Marktes nur schwer entziehen kann."
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