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Montefiori, Stefano


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 12.08.2008

Rehabilitation für Vichy

Die Tageszeitung Corriere della Sera kommentiert den Beschluss der französischen EU-Ratspräsidentschaft, ein Gipfeltreffen zur Immigration Anfang November in Vichy abzuhalten. Die Stadt war im Zweiten Weltkrieg Sitz des französischen Regimes unter Philippe Pétain, das mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierte. Die Zeitung vermutet "banales politisches Kalkül" hinter der Entscheidung. "Es ist kein Zufall, dass Vichy seit 1945 kein internationales Ereignis mehr beherbergt hat, geschweige denn eines zu so brisanten Themen wie Intoleranz und Rassismus. Vichy ist die touristische Hauptstadt von Auvergne und die Wahlbasis von Immigrationsminister Brice Hortefeux. Der Minister will die Region zufrieden stellen und die Hotels mit internationalen Gästen ... füllen. Sobald das Stigma der Kollaboration der Vergangenheit angehört, ist die Bahn für Vichy frei und es kann mit seinem Mineralwasser und Schönheitsprodukten wieder internationale Ziele anpeilen. Aber musste die Rehabilitation ausgerechnet mit einer Konferenz zur Jagd auf illegale Einwanderer beginnen?"

Corriere della Sera - Italien | 04.12.2007

André Glucksmann über Blauäugigkeit gegenüber Russland

Der französische Philosoph André Glucksmann hatte im Wahlkampf Nicolas Sarkozy unterstützt. Im Gespräch mit Stefan Montefiori spricht er nun über seine Enttäuschung darüber, dass Nicolas Sarkozy Wladimir Putin zu dessen Wahlsieg bei den Duma-Wahlen gratuliert hat. "Putin hat im Wahlkampf viele Facetten gezeigt - nicht weil er omnipotent ist, sondern im Gegenteil, weil er panisch ist. Nur die westlichen Staatschefs haben das nicht begriffen, sogar Sarkozy nicht. Es gibt zwei Gründe für diese Panik: Putin hat das Trauma der orangen Revolution in der Ukraine noch nicht überwunden, er glaubt, dieses Land gehöre zum Herzen Russlands... Und es ist ihm nicht gelungen, Russland zu stabilisieren. Europa müsste eine gemeinsame Energiepolitik entwickeln und sich dem Kreml gegenüber einig zeigen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die europäischen Staatschefs versuchen alle, ein bisschen früher in Moskau einzutreffen als der Nachbar."

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