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Müller-Vogg, Hugo
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Schleckers Pleite ist eine Lehre
Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker mit rund 7000 Filialen wird voraussichtlich am heutigen Montag Insolvenz beantragen. Für die konservative Boulevardzeitung Bild ist die Pleite ein Lehrbeispiel dafür, wie Marktwirtschaft funktioniert: "Der drohenden Pleite der Drogeriekette Schlecker ist wenig Gutes abzugewinnen. ... Und dennoch ist der Niedergang des Familienunternehmens ein Lehrbeispiel für Marktwirtschaft - weil gegen grundlegende Regeln verstoßen wurde. Erstens: Achte auf deine Kunden! Wer sich in den Läden der Konkurrenz wohler fühlt, weil sie hell und modern sind, kommt nicht mehr wieder! Zweitens: Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital. Nur wer sich gerecht behandelt und bezahlt fühlt, wird sich wirklich für das Unternehmen einsetzen - und den Erfolg garantieren. Drittens: Reagiere auf Veränderungen schnell und konsequent. Wer zögert, wird von Mitbewerbern überholt."
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Deutsche Banker können nicht rechnen
Die Banker der 2009 von Deutschland verstaatlichten Bank Hypo Real Estate haben in den Bilanzen Plus und Minus verwechselt, wodurch das Geldinstitut nun 55,5 Milliarden Euro mehr Wert ist. Damit sinkt auch die deutsche Staatsschuldenquote für 2011 um 2,6 Prozentpunkte. Die Boulevardzeitung Bild fürchtet, dass die Deutschen damit ihr Vertrauen in Europa verspielt haben: "Ausgerechnet die Deutschen, weltweit Inbegriff von Zuverlässigkeit, können offenbar nicht rechnen. Ausgerechnet die Deutschen, die den Griechen helfen wollen, eine solide Finanzverwaltung aufzubauen, verwechseln Gewinne mit Verlusten. Das Desaster bei der [bundeseigenen] Schrottbank FSM zeigt obendrein: Eine staatliche Bank wirtschaftet nicht sorgfältiger als die in Verruf geratenen Privatbanker. Der Begriff 'Bad Bank' - Bank für schlechte Kredite - trifft hier voll zu: eine grottenschlechte Bank eben. So erfreulich der plötzliche Geldsegen ist: Der Verlust an Vertrauen ist noch viel größer."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Banken, » Deutschland, » Europa
Gerettete Institute sollen Geld zurückzahlen
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wollen bis Ende Oktober einen Plan zum Schutz europäischer Banken vorlegen. Der Staat darf die Banken aber auf keinen Fall bedingungslos retten, warnt die Boulevardzeitung Bild: "Im Klartext: Wie schon nach der Lehman-Pleite retten die Regierungen die Banken. Das Risiko aber trägt der Steuerzahler und sonst niemand. Es ist ein Skandal, dass die 'Herren in Nadelstreifen' sich schon wieder so verzockt haben. Niemand hat die Banker gezwungen, Griechen-Anleihen zu kaufen. Aber die Rendite war halt zu verlockend - und die Gier größer als die Vernunft. Deshalb darf der Staat nur unter einer Bedingung abermals zum Retter werden: Er muss sich seine Hilfe von den Banken bezahlen lassen, sobald diese wieder Luft zum Atmen haben. Wer Risiken eingeht und dabei verliert, der muss selber dafür gerade stehen. Höchste Zeit, dass das auch die Banker lernen."
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