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Münch, Peter
Süddeutsche Zeitung
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Warnung an das Mullah-Regime
Das iranische Regime sollte sehr vorsichtig sein, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung, auch wenn die Differenzen zwischen Israel und den USA am Montag klar zutage getreten sind, denn Barack Obama "bleibt bei seiner Position, dass vor einem Militärschlag wirklich alle diplomatischen Bemühungen und alle Sanktionsmöglichkeiten ausgeschöpft sein müssen. Die Regierung in Jerusalem dagegen will weiter schnell handeln, weil Iran sonst nicht mehr am Bombenbau zu hindern sei - jedenfalls nicht mit Israels militärischen Mitteln. Trotz dieser bestehenden Differenzen zwischen Israel und den USA geht von Washington eine Botschaft aus, die Teheran tunlichst ernst nehmen sollte. Zwischen Israels begrenzten militärischen Möglichkeiten und Amerikas begrenztem Willen, sich schon wieder in einen Krieg in Nahost zu verstricken, mag es manche Manövriermöglichkeit geben für das Mullah-Regime. Dieser Raum erscheint jedoch keinesfalls mehr so groß, als dass darin weiterhin in aller Ruhe ein Atombomben-Programm vorangetrieben werden könnte."
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Sturheit erhöht Druck
Mit der Weigerung, eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Militäraktion im Mittelmeer zuzulassen, reizt Israel seine Verbündeten, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Schon einmal ist das Land damit durchgekommen - nach dem Gaza-Krieg vor anderthalb Jahren, als der Armee Kriegsverbrechen vorgeworfen wurden. Doch diesmal liegen die Dinge anders: Der Gegner war nicht die terroristische Hamas, sondern es geht jetzt - selbst wenn auch Krawallmacher an Bord waren - um eine Flotte politischer Aktivisten aus vielen Ländern. Der Überfall fand statt in internationalen Gewässern, und getötet wurden wahrscheinlich neun türkische Staatsbürger. Es wäre also absurd, die Aufklärung dieses Falles allein jenen zu überlassen, die nun von verschiedenen Seiten für die Toten und Verletzten verantwortlich gemacht werden. Wenn Israel nichts zu verbergen hat, wie es die Regierung und das Militär seit Tagen beteuern, dann dürfte es eigentlich auch nichts gegen eine internationale Untersuchungskommission haben. ... Wer sich verweigert und alle Welt für parteiisch erklärt, macht sich nur verdächtig. ... Und je hartleibiger sich Israel gibt, desto größer könnte der Druck werden, und desto mehr könnte das Land am Ende verlieren."
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Obama muss Netanjahu in Schranken weisen
Mit der Ankündigung, 1.600 Wohnungen im Ostteil Jerusalems zu bauen, hat Israel seinen US-amerikanischen Partner brüskiert, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Das ist Provokation, ja es zeugt von Hybris - der kleine Partner führt den großen vor. Für Präsident Obama sollte dies der Anlass sein, [dem israelischen] Premierminister Netanjahu druckvoll klarzumachen, dass auch die besondere Freundschaft zwischen den beiden Staaten Grenzen kennt. Die rote Linie verläuft dort, wo Israel Amerikas Autorität untergräbt. Zögert Obama nun, dann wächst die Gefahr, dass sich Jerusalem auch in einer anderen Frage löst von einer Kursabstimmung mit Washington: im Umgang mit dem Teheraner Atomprogramm. Wenn Israel, wie bereits angedroht, tatsächlich im Alleingang die iranischen Atomanlagen bombardieren wird, dann droht die ganze Region im Krieg zu versinken."
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