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Münchau, Wolfgang
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europa scheitert in jedem Fall
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in den vergangenen Wochen mehrfach gesagt, dass "Europa scheitert, wenn der Euro scheitert". Dem stimmt die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Financial Times zu: "Um die Krise in der Euro-Zone zu meistern, bedarf es einer Politik, die im diametralen Gegensatz zur Politik der EU steht. Das gilt vor allem für den Binnenmarkt. Die Anforderungen an eine Integration der Märkte innerhalb einer Währungsunion, die sich gerade in der Krise befindet, sind andere, als die eines größeren Zusammenschlusses von Ländern, die in erster Linie an freiem Handel interessiert sind. Aus Sicht der Euro-Zone war das Hauptversagen des Binnenmarkts seine Unfähigkeit, bestehende wirtschaftliche Ungleichgewichte zu beheben: Statt eines Binnenmarkts braucht die Euro-Zone eher einen Wirtschaftsminister. … Für Großbritannien, Schweden, Dänemark und andere Nichtmitglieder der Euro-Zone stellt sich nicht länger die Frage, ob sie dem Euro beitreten sollten oder nicht. Sie fragen sich, ob sie in einer Organisation bleiben wollen, mit der sie zunehmend weniger gemein haben."
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Zu viele Teilnehmer
Die Tageszeitung Financial Times Deutschland meint, die G20 seien zu groß, um den globalen Kapitalismus nach der Krise zu managen: "Ein grundlegendes Problem mit dem losen Zusammenschluss der G20-Staaten besteht darin, dass die Gruppe für eine Regierungsveranstaltung zu groß ist, um wirtschaftspolitische Koordination zu ermöglichen. Es gibt Ökonomen, die einmal versucht haben, mit rigorosen mathematischen Methoden zu ermitteln, was die optimale Größe eines effektiven Komitees ist. Im konkreten Fall handelte es sich um einen Zentralbankrat, aber die Erkenntnisse treffen auch auf politische Organisationen zu. Die Antwort lautete, dass Gruppen zwischen fünf und neun, im Durchschnitt also sieben Teilnehmer die besten Ergebnisse lieferten. Die G7 mit den USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien war diesbezüglich gar nicht mal so schlecht aufgestellt."
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