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Naím, Moisés
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Moisés Naím empfiehlt Lateinamerika als Vorbild für Europa
Europa kann viel von den überstandenen Wirtschaftskrisen der lateinamerikanischen Länder lernen, meint der Ex-Wirtschaftsminister Venezuelas, Moisés Naím, in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Zwischen 1980 und 2003 hat Lateinamerika 38 Wirtschaftskrisen erlitten. Die Region, die Politiker und sogar die Öffentlichkeit haben aus diesen schmerzvollen Erfahrungen gelernt. Die wohl wichtigste Lehre könnte man unter dem Titel 'die Kraft des Pakets' zusammenfassen. 'Das Paket' ist eine Kombination aus wirtschaftlichen Maßnahmen, die umfassend, kohärent, glaubwürdig und politisch umsetzbar sind. ... Leider ist eben die Versuchung, diese umfassenden und kohärenten Maßnahmenpakete zu vermeiden, ebenso groß wie ihre heilende Wirkung. In Lateinamerika war es der häufigste Fehler, den Krisen mit halbherzigen und unzureichenden Maßnahmen zu begegnen und dabei zu glauben, dass man unpopuläre Maßnahmen ewig hinauszögern könnte. So ist es auch in Europa geschehen. ... Hoffentlich kann Europa die Krise so bewältigen, wie es das neue Lateinamerika gelernt hat. In diesem Sinn ist die Lateinamerikanisierung Europas ein gut gemeinter Wunsch."
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Moisés Naím über die Angst vor Syriens Waffenarsenal
Die Demonstrationen und Unruhen in Syrien halten unvermindert an. Mindestens sieben Menschen sind am Wochenende von Sicherheitskräften des Regimes erschossen worden. Doch der Westen greift aus Angst nicht ein wie in Libyen, analysiert der Schriftsteller Moisés Naím in der Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Warum bombardieren die USA und Europa Tripolis mit Raketen, aber Damaskus nur mit Worten? ... Weil Syrien militärisch stärker ist als Libyen. Die syrischen Militärkräfte gehören zu den am besten ausgerüsteten und geschulten im Nahen Osten. Das Land besitzt chemische und biologische Waffen. Seine paramilitärischen Kräfte gehören zu den dreizehn stärksten der Welt. ... Dazu kommt der Ermüdungsfaktor. Libyen hat den geringen Appetit gestillt, den die USA noch auf die Beteiligung an Kriegen verspürten, die nicht die eigenen lebenswichtigen Interessen bedrohen. Die syrischen Dissidenten zahlen den Preis für die langen und teuren Kriege der USA in Afghanistan und im Irak und die Intervention in Libyen. Die militärische Unterstützung Washingtons für entlegene Regionen wird fortan immer begrenzter und selektiver sein. Ohne die USA existiert Europa jedoch im Bereich der Kriegsführung nicht. Folglich finden sich die syrischen Dissidenten allein auf weiter Flur."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
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