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Nikolova, Adelina
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sofias Fußgänger richtig disziplinieren
Die Verkehrspolizei von Sofia will Fußgänger durch vermehrte Kontrollen und Bußgelder davon abhalten, über rote Ampeln zu gehen oder an gefährlichen Stellen die Straße zu überqueren. Sie reagiert damit auf die steigende Zahl tödlich verunglückter Fußgänger in Bulgariens Hauptstadt. Doch die Erziehungsmaßnahme ist auf zu kurze Zeit angelegt, kritisiert die Tageszeitung Novinar: "Das alte Sprichwort stimmt zwar, dass der Bulgare nur einsichtig wird, wenn man ihm in die Geldbörse greift. Aber gibt es genügend Polizisten, um all die Bußgeldbescheide auszustellen? An manchen Stellen, wo das Überqueren absolut verboten ist, schwärmen oft 20 bis 30 Fußgänger gleichzeitig in verschiedene Richtungen. Die Fußgänger-Aktion ist eine hervorragende Idee, aber sie dauert nur eine Woche. ... Was wir brauchen sind ständige Maßnahmen, hohe Geldstrafen, angemessene Erziehung der jüngsten Verkehrsteilnehmer und kompromisslose Polizisten."
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Prostitution muss illegal bleiben
Die bulgarische Polizei hat am vergangenen Wochenende eine groß angelegte Aktion gegen Prostituierte am Schwarzen Meer durchgeführt. Adelina Nikolova fürchtet in der Tageszeitung Novinar, dass dadurch die schon erloschene Debatte um ein Prostitutionsgesetz neu entfacht wird: "Ich bin ja durchaus dafür, dass die Prostituierten gesund sind, in den Bordellen bequem und hygienisch ihrer täglichen Arbeit nachgehen können und am Ende des Jahres ihren Obolus an den Staat zahlen, der zum Beispiel in die Sexualerziehung der Kinder investiert wird. Das ist schön und gut. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass diese Frauen ihren Weg nicht gewählt haben, weil es ihr Kindheitstraum war. ... Sexuelle Ausbeutung ist ein Verbrechen. Es wäre absurd, das Geschäft mit der Fleischeslust zu legalisieren und Steuern aus Sexdienstleistungen zu vereinnahmen. Die Zuhälter müssen bis zum Letzten verfolgt werden. Wer weiß, wie viele junge Mädchen ihnen geglaubt haben und sich so die Chance auf ein normales Leben für immer verbaut haben."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Steuern, » Bulgarien
Bulgariens Ex-Premier vor Gericht wegen nichts
Die bulgarische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch gegen den sozialistischen Oppositionsführer Sergej Stanischew Anklage erhoben. Während seiner Amtszeit als Premierminister soll er Geheimakten des Sicherheitsdienstes DANS unterschlagen haben. Die Tageszeitung Novinar wittert ein Medienspektakel und entwirft im Voraus das Szenario: "Man wird dem kommenden Prozess gegen Stanischew verschiedene Namen geben: Megaverfahren, emblematisches Verfahren, vielleicht sogar Skandalprozess. Dutzende Kameras werden jedes mal in Reih und Glied vor dem Gerichtssaal auf ihn warten. Als echter Politiker wird er jede Frage geduldig beantworten, wie er es schon gestern getan hat. Das Gericht wird sich in eine politische Arena verwandeln. ... Übrigens war das Verfahren gegen [seinen Innenminister] Rumen Petkov auch sehr laut - Blitzlichtgewitter, Fragen, Anklagen. Am Ende wurde er freigesprochen und plötzlich war Ruhe. Viel Lärm um nichts. Dasselbe erwartet uns auch bei Stanischew."
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