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Özdemir, Cilay
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Türkei als Brücke zwischen Westen und Ost
Die türkischstämmige Kolumnistin Cilay Özdemir argumentiert in der Tageszeitung Trouw für einen EU-Beitritt der Türkei. "Der Vorteil der Türkei ist, dass es als einziges Land eine Brücke zwischen dem Westen und dem Osten schlagen kann. Dass das Land einen zweifelhaften Ruf auf dem Gebiet der Menschenrechte und Freiheiten genießt, ist bekannt. Zurecht nimmt die Türkei die internationale Kritik ernst. Das Land hat in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet der Menschenrechte, vor allem für Minderheiten, sichtbare Ergebnisse erreicht. Das reicht noch lange nicht aus. ... [Aber] die Türkei hat eine Vorbildfunktion in der Region. Seit Jahrzehnten hört die arabische Bevölkerung von ihren korrupten Regimen, dass Islam und Demokratie nicht miteinander vereinbar seien. Dieses Dogma wird nicht mehr einfach so hingenommen, seit die islamische AKP in der Türkei an der Macht ist. Die demokratische Entwicklung der Türkei ist zum Großteil der AKP zu verdanken."
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Reaktion der Machtlosen
Die Tageszeitung Trouw vergleicht die Schuhattacke auf Bush mit der Begeisterung der Irakis zu Beginn des Krieges: "Sie konnten damals natürlich nicht ahnen, dass ihr Land an den Rand des Abgrunds rutschen würde, dass aus dem versprochenen Wiederaufbau nichts werden würde, dass die [Kriegs-]Gewalt zehntausende, wenn nicht hunderttausende Menschen das Leben kosten und Millionen Irakis in die Flucht schlagen würde. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass Irak auseinander bricht. Der Krieg in Irak hat die Welt nicht sicherer gemacht, wie Bush und seine Bundesgenossen versprochen hatten. Im Gegenteil: Er führte nur zu einer wachsenden Anhängerschaft für militante und terroristische Organisationen. Das ist das Erbe, das Präsident Bush in Irak zurücklässt. Der irakische Journalist ... kann nichts anderes tun, als seine Schuhe zu benutzen, um im Namen von Millionen Irakis seine tiefe Verachtung auszudrücken. Es ist eine Aktion der Machtlosen."
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