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Orbán, Anita


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Heti Válasz - Ungarn | 18.09.2009

Serbisches Minderheitengesetz ist vorbildlich

Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen der Slowakei und Ungarn kritisiert die konservative Wochenzeitung Heti Válasz die slowakische Minderheitenpolitik und lobt Serbien, das eine fortschrittlichere Politik verfolge: "Wenn wir eine Lösung für die Probleme der ungarischen Minderheiten in den Nachbarländern Ungarns suchen, müssen wir den Blick von der Slowakei abwenden und auf Serbien richten. Denn am 31. August hat das serbische Parlament den Minderheiten des Landes, vor allem den (rund 300.000) ethnischen Ungarn, gleichsam kulturelle und personelle Autonomie gewährt. Die dortigen Ungarn haben nicht alles bekommen, was sie wollten. Dennoch hat Serbien äußerst begrüßenswerte Schritte eingeleitet. ... Es ist vielleicht überflüssig zu erwähnen, dass das neue serbische Minderheitengesetz in scharfem Gegensatz zur Praxis im EU-Mitgliedsland Slowakei steht. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass wir gegenüber einem EU-Mitglied ausgerechnet Serbien als positives Beispiel anführen würden?"

Heti Válasz - Ungarn | 06.02.2009

Nabucco-Pipline hat Zukunft

Nach dem "Nabucco-Gipfel" Ende Januar in Budapest gibt die Außenpolitik-Expertin Anita Orbán in der konservativen Zeitung Héti Válasz ihrer Überzeugung Ausdruck, dass das Nabucco-Pipeline-Projekt zu verwirklichen sei. "Ja, es ist ein Schritt nach vorne gemacht worden. ... Nach dem russisch-ukrainischen Gasstreit sind viele europäische Staaten zu dem Schluss gekommen, dass sie ihre Abhängigkeit vom einzigen Gaslieferanten [Russland] reduzieren müssen. Heute zieht kaum noch jemand in Zweifel, dass das Erdgas aus einer zukünftigen Nabucco-Pipeline genug Abnehmer finden wird. ... Auf der Angebotsseite gibt es indes noch einige ungeklärte Fragen. So ist heute unklar, woher das Erdgas für die Nabucco-Pipeline kommen wird. ... Es ist heute klar zu sehen, dass Nabucco umsetzbar ist. Die technischen Schwierigkeiten sind überbrückbar. Und wenn es einmal Geld und eine handfeste Nachfrage gibt, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Problem auf der Angebotsseite lösen. Die Zukunft von Nabucco ist in erster Linie eine politische Frage. Das Projekt ist deshalb bisher auf der Stelle getreten, weil der politische Wille gefehlt hat."

Heti Válasz - Ungarn | 25.07.2008

Sieg um jeden Preis

Die konservative Wochenzeitung Heti Válasz befasst sich mit der politischen Instrumentalisierung der bevorstehenden Olympischen Spiele in Peking: "Die Olympischen Spiele sind für die meisten Nationen eine Prestigefrage, insbesondere für die Großmächte. Der durch den Sport erlangte Ruhm ist Teil jener 'weichen Macht', die neben der militärischen und wirtschaftlichen Voraussetzung für einen grenzüberschreitenden Einfluss steht. ... Die Welt wird über die wunderbaren Leistungen der chinesischen Sportler offenen Mundes staunen. Wenige werden sich aber damit beschäftigen, dass das Gros dieser Sportler im Kindesalter den Eltern entrissen wurde, abgeschottet von der Welt unter schier unmenschlichen Bedingungen trainieren muss und, wenn nötig, mit Schlägen diszipliniert wird - wie es sich in einem kommunistischen Regime eben gehört. ... China ist eine Großmacht, die noch größer werden will. Die Olympischen Spiele und der chinesische Sport müssen sich diesem Ziel unterordnen."

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