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Orighi, Gian Antonio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Stampa - Italien | 17.04.2012

Erdöl-Schlappe für Spanien

Argentinien will den größten Ölkonzern des Landes (YPF) enteignen. Der spanische Mutterkonzern Repsol bezeichnet den entsprechenden Gesetzentwurf als "illegal", die spanische Regierung spricht von einer "feindlichen Entscheidung". Nur kann sich Spanien schwerlich gegen die Entscheidung wehren, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Es ist eine Falkland-Besetzung in Erdöl-Version. Nur, dass das Spanien des konservativen Premier Mariano Rajoy nicht die Möglichkeit hat, eine Flotte zur Rückeroberung zu entsenden, wie Margaret Thatcher vor 30 Jahren. ... Die Verstaatlichung der Ölfirma bedeutet für Spanien eine schwere Schlappe, nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene. ... Die Übernahme von YPF durch Repsol war 1999 das erste Signal, dass Spanien wieder in Lateinamerika Fuß fassen wollte. ... Doch waren dies die goldenen Zeiten von José María Aznar, dem neuen Kolumbus aus Madrid. Rajoy hingegen kämpft gegen eine schwere Wirtschaftskrise, hohe Arbeitslosigkeit und steigende Renditen für spanische Staatsanleihen. Noch blieb ihm der Südkegel, doch auch der entgleitet ihm nun."

La Stampa - Italien | 06.09.2010

Wieder nur eine Finte

Die Waffenruhe der Eta war zwar abzusehen, meint die liberale Tageszeitung La Stampa, ihr ist aber wieder nicht zu trauen: "Wie seit Monaten abzusehen war, haben die baskischen Terroristen der Eta gestern einseitig den Waffenstillstand ausgerufen. ... Der übliche Phantasie-Appell. Doch mit einer Überraschung. Diesmal geben die Terroristen weder einen Zeittraum für den Waffenstillstand vor noch fordern sie direkte Verhandlungen mit der spanischen und der französischen Regierung, wie es bei den 16 vorangegangenen Waffenruhen der Fall gewesen war. ... Der Waffenstillstand kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Eta mehr denn je geschwächt ist: 800 ihrer Mörder sitzen im Gefängnis und sie ist kopflos (acht Anführer wurden allein 2009 verhaftet). Die früheren Waffenruhen wurden von den Terroristen genutzt, um sich neu zu organisieren und zum Töten zurückzukehren. Dass es sich wieder um eine Finte handelt, ist gut möglich."

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