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Otte, Romanus

stellv. Chefredakteur von Welt Online


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 22.05.2009

Identitätsstiftender Fußball

Der ukrainische Klub Schachtjor Donezk hat den Fußball-Uefa-Cup in Istanbul gegen die deutsche Mannschaft Werder Bremen gewonnen. Der Fußball sei globalisiert und stifte doch Identität, schreibt dazu die konservative Tageszeitung Die Welt: "Alle Tore schossen Spieler aus Brasilien. Bei Donezk spielten gleich fünf Brasilianer, zudem ein Pole, ein Kroate und ein Rumäne. Bei Werder spielten auch ein Peruaner, ein Österreicher, ein Schwede, ein Grieche und ein Finne. ... Warum fiebern wir hier und immer noch mit einer Fußballmannschaft, in der schon lange kein Bremer mehr gespielt hat, die zusammengesetzt ist aus Legionären? Warum hat der so gründlich globalisierte Fußball nichts von seiner Anziehungskraft verloren, warum behalten die Vereine diese enorme identitätsstiftende Wirkung? Vielleicht weil Fußball doch viel mit Heimat zu tun hat? Weil auch wir Legionäre sind?"

Die Welt - Deutschland | 18.05.2009

Song Contest lehrt Begeisterung für Europa

Der Eurovison Song Contest bringe Europa zusammen, während die politischen Parteien vor den Europawahlen an ihrer Aufgabe scheiterten, die Menschen für Europa zu begeistern, schreibt Romanus Otte in der Tageszeitung Die Welt. Es sei wichtig, das Europaparlament zu stärken: "Deshalb empfinde ich die Spots und Plakate zur Europawahl als Frechheit. Sie sind fast frei von Aussagen zu Europa, von Vorschlägen für Europa und vor allem frei von jeglicher Begeisterung für Europa. … Suchen wir etwas Trost in der Eurovision. Es gibt viele gute Gründe, über den Song Contest die Nase zu rümpfen. Aber der Grand Prix war auch am Samstag wieder ein rührend pathetisches Europafest. Das Fahnenmeer im ausgelassenen, zusammengereisten Publikum erinnerte an die Last Nights of the Proms in London. Einige Sänger aus Staaten, die ich vergessen hätte, wäre ich gebeten worden, alle Länder Europas aufzuzählen, erinnerten daran, wie groß Europa ist, wie friedlich - und wie neu dies noch ist."

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