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Pataky, István
Journalist der konservativen Tageszeitung Magyar Nemzet
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Neue Regierung weniger ungarnfeindlich
Nach dem deutlichen Sieg der sozialdemokratischen Partei Smer in der Slowakei freut sich die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet darüber, dass der ehemalige und künftige Premier Robert Fico in seiner zweiten Amtszeit ohne die rechtsextremen Nationalisten (SNS) regieren wird: "Was wird die zweite Regierung Fico bringen? Der künftige Premier hat sein Programm diplomatisch als pro-europäisch bezeichnet, und er hat seine Solidarität für das in der Schuldenkrise steckende Europa versprochen. Er will mit Hilfe der Reichen die staatlichen Finanzen ins Lot bringen, er lehnt die Privatisierung ab, und er befürwortet große staatliche Investitionen. ... Angesichts der absoluten Mehrheit ist eine Alleinregierung der Smer am wahrscheinlichsten, auch wenn eine Koalition nicht auszuschließen ist. ... Eine Alleinregierung ist viel besser als eine Koalition mit jenem Ján Slota, der unter der ersten Regierung Fico slowakische Panzer gen Ungarn schicken wollte. Für Ungarn ist es auf jeden Fall eine Genugtuung, dass Slota und seine Nationalpartei den Wiedereinzug ins Parlament nicht geschafft hat."
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Euro-Rettung gibt Fico neue Macht
Damit das slowakische Parlament doch noch für den erweiterten Euro-Rettungsfonds stimmt, haben sich die regierenden Christdemokraten und die sozialdemokratische Oppositionspartei Smer darauf verständigt, für März 2012 vorgezogene Neuwahlen auszurufen. Dann wird wohl Ex-Premier Robert Fico an die Macht zurückzukehren, fürchtet die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Nach heutigem Stand wird der Euro-Rettungsfonds mit den Stimmen der Oppositionspartei Smer in der Slowakei nun doch ratifiziert. Der Preis dafür sind allerdings vorgezogene Parlamentswahlen. Laut Meinungsumfragen würden Fico und seine Partei einen deutlichen Sieg einfahren, wären jetzt Wahlen. ... Dass sich die völlig zerrüttete Rechte bis zu den Neuwahlen noch aufrappeln wird, gilt als so gut wie ausgeschlossen. ... Die Smer wird also bald wieder vorexerzieren können, wie ein echter, ungehemmter Ungarnhass aussieht. Illusionen dürfen wir uns nämlich keine machen: Fico und seine Partei haben während ihrer kurzen Zeit in der Opposition überhaupt nichts gelernt. Auf die ungarische Minderheit in der Slowakei und die ungarische Diplomatie kommen schwere Zeiten zu."
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Urteil vergrößert Kroatiens EU-Skepsis
Das UN-Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag hat am vergangenen Freitag den kroatischen Ex-General Ante Gotovina wegen Kriegsverbrechen zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet glaubt, dass die Europa-Skepsis in Kroatien, das der EU beitreten will, nun weiter wächst: "Es ist nicht angenehm, heute ein Kroate zu sein. So wie es früher auch nicht angenehm war, ein Serbe zu sein. Seit dem schrecklichen Bruderkrieg in Jugoslawien hatten die westbalkanischen Völker nicht enden wollende Frustrationen erdulden müssen. Wir wissen zu wenig, um weise beurteilen zu können, ob das Urteil gegen Ante Gotovina gerechtfertigt ist. Nationaler Held, Kriegsverbrecher, oder bloß ein General, der seine Aufgabe erfüllt hat? ... Für die Mehrheit der Kroaten steht freilich außer Frage, dass das Internationale Kriegsverbrechertribunal ein ungerechtes Urteil gefällt hat. ... Unter dem Eindruck des niederschmetternden Urteils wird die ohnehin niedrige Popularität der Europäischen Union in dem Balkanstaat voraussichtlich weiter schrumpfen."
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Hürde für kroatischen EU-Beitritt
Die ungarische Tageszeitung Magyar Nemzet macht sich Sorgen über die Auswirkungen der EU-Krise auf den Beitrittskandidaten Kroatien und die jüngsten EU-Mitglieder: "Die führenden Politiker der EU erinnerten in den vergangenen Tagen an hysterische Kindergartenkinder, nachdem ihnen die Iren ihr Lieblingsspielzeug weggenommen hatten, die als 'Lissaboner Vertrag' firmierende EU-Verfassung. ... Die Wortführer unter den Kindergartenkindern erhoben jüngst sogar ihre Zeigefinger: Solange es keinen Reformvertrag gebe, sei die weitere EU-Erweiterung kein Thema, sprich der Beitritt Kroatiens. Dies ist eine schandbar kleinkarierte Botschaft an die Adresse jener kleinen EU-Mitgliedstaaten, die den Beitritt Kroatiens vorantreiben. Nicht die EU liegt nach dem irischen Referendum im Sterben, sondern die so häufig hoch gehaltenen demokratischen Prinzipien. ... In Anbetracht des Brüsseler Chaos' stellt man sich unweigerlich die Frage: Wollten wir wirklich so einer EU beitreten? Wenn wir diese Frage einem europaweitem Referendum unterzögen, erhielten wir vermutlich eine 'irische Antwort' - so meine Befürchtung."
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