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Peňás, Jiří
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jetzt tut Israel Grass Unrecht
Die Eskalation im Streit um das Gedicht von Günter Grass, die jetzt in einem israelischen Einreiseverbot für den Schriftsteller gipfelt, ist aus der Sicht der konservativen Tageszeitung Lidové noviny bedauerlich: "In Grass' umfangreichem Werk gibt es nicht eine Stelle, die als antisemitisch bezeichnet werden könnte. Im Gegenteil: Er hat in seiner Belletristik künstlerisch die deutsche Schuld aufgearbeitet. … Jetzt wird er mit einer Äußerung, an deren Relevanz man zweifeln kann, die eine offene Gesellschaft aber aushalten muss, in Israel zur unerwünschten Person. Über Antisemitismus und über Grass selbst äußern sich Leute, die womöglich zum ersten Mal etwas über ihn hörten. Leute, die mit großer Wahrscheinlichkeit nie seine Bücher in der Hand hatten, die sie auch nie interessiert haben. Günter Grass hat Israel Unrecht getan, aber die Israeli tun ihm noch größeres Unrecht."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Literatur, » Kulturpolitik, » Deutschland, » Iran, » Israel
Prag entstand multikulturell, nicht tschechisch
Die tschechische Hauptstadt hat am vergangenen Wochenende für die "Prager Tage" geworben, auf denen den Besuchern "das Erbe und die Phänomene" vorgeführt werden sollten, "die Tschechen hinterlassen" haben. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny sieht darin einen Etikettenschwindel: "Prag und das, was an ihm so schön und einmalig ist, ist nicht das Werk einer Nation, sondern ein kollektives Werk von Menschen verschiedener Sprachen, die hier herkamen, hier lebten, hier siedelten, die Stadt wieder verließen, zuletzt unter dramatischen Umständen vertrieben wurden. ... Matthias von Arras war Franzose, Peter Parler ein Schwabe aus Gmünd, die Kleinseite und der halbe Hradschin sind italienisch, die Dientzenhofers kamen aus Bayern undsoweiter. ... Es ist ein spezielles Phänomen der Tschechen, sich Dinge anzueignen, die ihnen nicht zustehen. So etwas nennt man Diebstahl."
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