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Pereira, Pedro Marques

Chefredakteur der portugiesischen Wirtschaftszeitung "Diário Económico"


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Diário Económico - Portugal | 02.12.2008

EZB muss Leitzins stark senken

Das EU-Hilfspaket nützt nach Meinung der Wirtschaftszeitung Diário Económico wenig, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag den Leitzins nicht stark senkt: "Die Banken sind lediglich die Spitze eines Systems, dessen Boden der Konsum der Verbraucher ist. Ohne Konsum kann es keine erfolgreichen Unternehmen geben, keine Investitionen, keine Kredite. ... Die Hilfspakete der jeweiligen Regierungen sind nur Sauerstoffballons, dessen Erfolg von der Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivitäten abhängt. ... Die EZB muss die Verbraucher und die Unternehmen dazu überreden wieder zu konsumieren und zu investieren. Nach der Finanzkrise muss die EZB sicherlich nicht daran erinnert werden. Die Reden von [EU-Kommissionspräsident José Manuel] Durão Barroso sollten sich deshalb an die Regierungen der EU-Länder richten, so dass diese eine Pause in ihrer Bankenhilfsaktion machen und ihre Kräfte der Rettung der Wirtschaft widmen."

Diário Económico - Portugal | 30.09.2008

Finanzieller 11. September

Für Pedro Marques Pereira, Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Diário Económico, stellt die Ablehnung des Rettungspakets und ihre weltweiten Folgen einen finanziellen 11. September dar: "Der 11. September vor sieben Jahren änderte die Welt. Damals prophezeiten viele, dass sich die USA nach innen kehren würden. Das Gegenteil geschah und sie verstärkten sogar ihre Rolle als einzige große Weltmacht. Die Fehler, die sie machten, sollen ein andermal diskutiert werden. Aber kann man leugnen, dass die Welt ohne diese Führung, also ohne jegliche Führung, besser sein würde? Fakt ist, dass wenn etwas schief läuft, die Welt weiterhin ihre Hoffnungen auf die USA setzt, wie es jetzt auch mit dem Paulson-Rettungspaket der Fall war. Dies wäre ein guter Zeitpunkt, dass andere endlich die Verantwortung übernehmen ... Der Fakt, dass Onkel Sam nicht weiterhin Blankoschecks ausstellen wird, könnte zu tieferen strukturellen Änderungen in den weltweiten Machtverhältnissen führen, als einst der 11. September 2001."

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