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Plečkaitis, Vytautas


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


15min - Litauen | 06.03.2013

Litauische Schulen in Polen nicht schließen

Die Gemeindeverwaltung im mehrheitlich von Litauern bevölkerten polnischen Puńsk hat in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass drei kleine litauische Schulen in der Gemeinde aus Geldmangel geschlossen werden sollen. Mit Blick auf die in Litauen stark diskutierte Nachricht hofft das Portal 15min, dass Polen und Litauer gemeinsam eine Lösung finden werden: "Es ist schlimm, dass die Existenz von drei litauischen Schulen wegen Geldmangels bedroht ist. Die polnischen Medien haben vergangene Woche dieser Angelegenheit ziemlich viel Aufmerksamkeit geschenkt. ... Die polnischen Journalisten und Kommentatoren haben die Puńsker Litauer eindeutig unterstützt und vom polnischen Bildungsministerium verlangt, Mittel für den Erhalt der Schulen zu finden. Dies macht Hoffnung, dass gemeinsame Bemühungen von Polen und Litauern die Schließung der Schulen abwenden werden, so dass die Litauer in Polen nicht weniger gute Bedingungen für die Pflege ihrer Kultur und Bildung vorfinden als die Polen in Litauen."

15min - Litauen | 10.12.2012

Friede in Europa ist des Preises würdig

Trotz aller Schwierigkeiten und berechtigter Kritik ist die EU ein würdiger Nobelpreisträger, findet das Online-Portal 15min: "Wir müssen zugeben, dass die EU trotz all ihrer Mängel, der aufgeblasenen Bürokratie und der Dominanz der großen Länder ein Garant von Stabilität und Frieden in Europa bleibt. Ihre Existenz machte die selbst für die Deutschen schwer vorstellbare friedliche Wiedervereinigung Deutschlands möglich. Gemeinsam mit den USA hat die EU viel dazu beigetragen, dass die Sowjetunion beinahe friedlich zusammengebrochen ist, dass keine militärische Konflikte mit den ehemaligen Satellitenstaaten des Warschauer Pakts ausgebrochen sind, dass Grenzfragen friedlich geregelt wurden und dass Litauen, Lettland und Estland ihre Staatlichkeit wiederhergestellt haben. Es ist der EU zwar nicht gelungen, den Krieg auf dem Balkan zu verhindern. Aber dieser Krieg hat sich nicht auf ganz Europa ausgebreitet, wie es noch 1914 der Fall war."

Lietuvos rytas - Litauen | 23.11.2011

Vytautas Plečkaitis sieht Litauen in Europas erster Liga

Vor dem Hintergrund der Debatte über ein Europa der zwei Geschwindigkeiten fordert der ehemalige litauische Botschafter Vytautas Plečkaitis in der Tageszeitung Lietuvos Rytas eine stärkere Integration Litauens in Europa: "Estland hat durch die Einführung des Euro bereits beschlossen, dass es die deutschen Spielregeln übernimmt, und es hat sich zusammen mit Finnland für die Variante eines enger verzahnten Europas entschieden. … Mehr Europa bedeutet meiner Ansicht nach auch mehr Solidarität, westliche Arbeitskultur, Verantwortung und Anforderungen an sich selbst sowie mehr Respekt gegenüber den Mitmenschen. Mehr Europa würde in Litauen auch eine raschere Modernisierung und eine Öffnung der Gesellschaft mit sich bringen, und dadurch würden Freiheit und Gleichheit sowie Toleranz gegenüber Menschen anderer Herkunft zunehmen. … Es gibt schon heute genug litauische Bürger, welche die russische Kultur schätzen - aber nicht die autoritären Tendenzen in Russland -, die mehr über die polnische Kultur erfahren wollen, die die deutsche Ordnung verehren, ihre Disziplin, Ingenieurskunst, Kultur sowie Literatur, und die die französische Poesie und Paris lieben. All das sollte man weder verstecken noch sich davor fürchten. … Und dazu braucht Litauen mehr Europa und muss in der ersten europäischen Liga mitspielen."

Lietuvos rytas - Litauen | 21.03.2011

Auch Litauen braucht eine Atomdebatte

Das Reaktorunglück im japanischen Fukushima hat die Atomdebatte in Europa neu entfacht. Litauen will sein Kernkraftwerk in Ignalina durch ein neues ersetzen und muss deshalb erneut über Atomkraft debattieren, verlangt die Tageszeitung Lietuvos Rytas: "Die Sowjetmacht hat uns nicht gefragt, ob wir ein Atomkraftwerk wollten oder nicht. Es sollten sogar vier Reaktoren gebaut werden, am Ende waren es nur zwei. … Litauen wurde auf diese Weise gegen seinen Willen zum Atomstaat, und billigeren Strom hat uns das auch nicht eingebracht: Oft zahlten wir für eine Kilowattstunde mehr als in Lettland oder Estland, wo es keine Atomkraft gibt. Auch heute fragt uns niemand, ob wir wirklich ein solches Kraftwerk wollen, niemand hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Das Parlament ist nicht einmal auf die Idee gekommen, diese so wichtige Frage ernsthaft mit Experten und Vertretern der Öffentlichkeit zu diskutieren. ... Dabei könnte die Bevölkerung durchaus eine andere Meinung über ein neues AKW haben. Wir sind die Bürger unseres Landes, und keine amorphe, von Interessengruppen manipulierte Masse."

Lietuvos rytas - Litauen | 03.12.2010

Litauen leidet unter Abwanderung

Die Arbeitsmärkte aller EU-Länder werden ab 1. Mai 2011 für die Beitrittsländer der EU-Erweiterung von 2004 geöffnet. Die Tageszeitung Lietuvos Rytas fragt, welche Auswirkungen die Arbeitnehmerfreizügigkeit auf Litauen haben wird: "Litauen ist bereits seit Jahren das Land in Europa, das am stärksten von Auswanderung betroffen ist. Die Ursachen hierfür sind nicht nur wirtschaftlicher Art, aber meistens: Die Zahlen des Statistikamts zeigen, dass die Emigration während des wirtschaftlichen Aufschwungs 2007/2008 nach dem Beitritt Litauens zur EU rückläufig war, mit dem Einsetzen der Krise aber sofort wieder zunahm. Solange sich die Lage bei uns nicht spürbar verbessert, dürfte sich daran auch nichts ändern. Natürlich gibt es Menschen, die nur vorübergehend das Land verlassen und bald zurückkehren wollen, und andere begeben sich nur saisonweise ins Ausland. Aber es gibt eben auch diejenigen, die ihr Schicksal dauerhaft mit einem anderen Land verknüpfen, in dem es ihnen zumindest in materieller Hinsicht besser geht als in Litauen."

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