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Powell, Jonathan
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Für Jonathan Powell verrät Cameron 200 Jahre britische Politik
David Cameron hat mit seinem Veto zur Änderung der EU-Verträge die britische Führungsrolle in Europa preisgegeben, kritisiert Jonathan Powell, Stabschef von Ex-Premier Tony Blair in der wirtschaftsliberalen Financial Times Deutschland: "Im Grunde sind wir Norwegen ohne Öl, gezwungen, europäische Entscheidungen mitzutragen, ohne sie beeinflussen zu können. Natürlich können wir bei einigen Themen ein Veto einlegen. Doch für die meisten Binnenmarktentscheidungen ist eine qualifizierte Stimmenmehrheit nötig. Wie lange werden sich die anderen 26 wohl die Obstruktionspolitik eines einzelnen Mitglieds gefallen lassen, das immer und immer wieder Vetopolitik betreibt? ... Britische Regierungen beider [großen] Parteien haben sich aus gutem Grund gegen ein Europa der zwei Geschwindigkeiten ausgesprochen - wir wollten auf dem Kontinent, zu dem wir gehören, nicht von der Macht abgeschnitten werden. In den 200 Jahren seit der Schlacht von Waterloo haben wir enorme Anstrengungen unternommen, um eine Führungsrolle in Europa zu bewahren. Dem Kontinent jetzt den Rücken zuzuwenden ist ein Verrat an dieser Geschichte."
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Nordirische Lehren
Der Friedensprozess in Nordirland kann ein Modell für Konfliktlösung in anderen Teilen der Welt sein, meint Jonathan Powell, langjähriger Stabschef unter Tony Blair. Unter der Überschrift "Was ich in Belfast gelernt habe" tritt er für den Dialog mit Terroristen ein. "Die wichtigste Lehre ist eine einfache: Die Unlösbarkeit eines Konflikts in der Vergangenheit ist kein Leitfaden für die Zukunft. ... Es gibt andere, spezifischere Lehren. Man kann keinen Frieden erreichen, wenn die Hauptakteure nicht akzeptieren, dass ein militärischer Sieg unmöglich ist. ... Man muss den Prozess in Gang halten. ... Wenn eine Frist gesetzt wird, muss man sich daran halten. ... Die Schlussfolgerung, zu der ich vor allem gekommen bin, ist die Bedeutung des Sprechens mit dem Feind. ... Zu argumentieren, dass Al Kaida oder die Taliban anders sind und dass man deshalb nicht mit ihnen reden kann, ist Unsinn. Natürlich sind sie anders, aber Terroristen sind Terroristen. Was sie tun, ist böse, unabhängig von den Gründen. Aber man muss einen Weg finden, mit ihnen zu arbeiten."
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