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Pretenteris, Giannis
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
IWF-Plan für Griechenland gescheitert
Paul Thomsen, Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat bei einem Besuch in Athen am Dienstag eingeräumt, dass die zwischen Griechenland und der sogenannten Troika unterzeichnete Sparvereinbarung verbesserungsbedürftig sei. Wenn selbst der IWF zugibt, dass der Plan Mängel hat, dann sollte die Sparpolitik nicht mehr fortgesetzt werden, meint der Kolumnist Giannis Pretenteris in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea: "Es sind also nicht nur die 'populistischen' Gegner des Abkommens, die sagen, dass es gescheitert ist. ... Der IWF selbst stimmt den meisten Punkten zu, mit denen Kritiker seit mehr als 20 Monaten auf das unvermeidliche Scheitern des Sparplans hingewiesen haben. Wie aus dem IWF-Bericht und den Erklärungen von Paul Thomsen hervorgeht, hatte die Vereinbarung viele Fehler. So wurde etwa die Möglichkeit, die Staatseinnahmen durch höhere Steuern zu steigern, überschätzt. ... Die maximale Steuerlast der griechischen Bürger ist erreicht. Doch haben unsere Politiker das auch wirklich verstanden? Und falls sie es tatsächlich verstanden haben, wie werden sie reagieren? Ich fürchte, sie werden nichts tun."
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Griechenland spart vergeblich
Das griechische Parlament entscheidet am heutigen Mittwoch über ein umfassendes Sparpaket, das als Voraussetzung gilt für die Auszahlung der nächsten Kreditrate aus dem Hilfsprogramm von EU und IWF. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea bezweifelt die Wirksamkeit der Sparmaßnahmen, Griechenland wird dem Bankrott nicht entgehen: "Wenn heute das Reformprogramm beschlossen wird, glauben wenige, dass das Land gerettet ist. ... Der Gedanke ist simpel: Die Ziele dieses Programms stoßen an die Grenzen des Machbaren. Und selbst wenn sie umgesetzt werden, würden sie die Situation kaum verbessern. ... Ein Beispiel: Das Programm sieht zusätzliche Staatseinnahmen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für das zweite Halbjahr 2011 vor. ... Wir sprechen hier von drei Prozent des BIP! Wir sprechen hier von Zusatzeinnahmen von 1,1 Milliarden Euro im Monat! Ein vernünftiger Mensch würde dieses Ziel als unerreichbar bezeichnen. Und gleichzeitig würde er dafür beten, dass es das auch ist. ... Denn ein Land, das sich bereits im dritten Jahr in Folge in einer tiefen Rezession befindet, wird so der Gefahr des Bankrotts nicht entkommen."
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Verrückte Griechen sind selber schuld
Angesichts des Umgangs Griechenlands mit der Krise ist es nicht verwunderlich, dass Europa über den Ausstieg des Landes aus der Währungsunion spekuliert, findet die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "Es lohnt sich darüber nachzudenken, warum wohl all diese Szenarien gerade Griechenland betreffen und nicht zum Beispiel Irland. Warum reden wir nur über den Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion und nicht über den Irlands, das ein ähnliches Schicksal erlitten hat? Dafür gibt es leider eine Erklärung: Betrachten wir die Ergebnisse der Wirtschaftsentwicklung Irlands aus den ersten drei Monaten des Jahres 2011, sehen wir eine bewundernswert positive Entwicklung. ... Und was ist mit uns? Nichts! Wenn du zu einem Fremden gehst und ihm sagst, dass die Regierung mit der Gewerkschaft noch herumdiskutiert, ob der Staat jetzt 51 Prozent oder 34 Prozent der Elektrizitätswerke behält, dann wird er denken, er hätte es mit einem Verrückten zu tun. Er wird außerdem denken, dass Griechenland bereit ist, Mitglied der Zentralafrikanische Union zu werden."
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Steuerhinterziehung griechischer Breitensport
Statistiken des griechischen Wirtschaftsministeriums zufolge haben 60 Prozent der Griechen im Jahr 2009 keine Einkommensteuer bezahlt. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea wundern diese Zahlen nicht: "Steuerhinterziehung ist in Griechenland kein Spiel der Mächtigen und Reichen ..., sondern ein Breitensport. ... Eine Erklärung ist, dass es viele arme Menschen gibt, was aber von keinen Daten bestätigt wird. Klar gibt es Arme, aber so viele gibt es auch wieder nicht. Eine andere Erklärung ist, dass sechs von zehn Griechen nur deshalb keine Steuern zahlen, weil sie niemand daran hindert. Der Staat selbst ermöglicht die Steuerhinterziehung (womöglich organisiert er diese sogar selbst). ... Doch wissen Sie, welche gesellschaftlichen Folgen das hat? Die Steuerfaulheit vieler Bürger führt zu einer Steuerbelastung Weniger. Das stellt eine anhaltende Belastung der verbleibenden 40 Prozent dar, die allerdings nicht unbedingt zu den reichsten Menschen zählen. Sie sind schlicht diejenigen, die ihr Einkommen einfach nicht verstecken können."
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