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Procházková, Bára
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Tschechischem Regisseur gelingt Aufarbeitung
Der tschechische Regisseur David Vondráček ist mit dem Franz-Werfel-Preis des Zentrums gegen Vertreibungen geehrt worden. Vondráček hatte in dem Film Töten auf Tschechisch das gewaltsame Vorgehen gegen Deutsche nach Ende des Zweiten Weltkriegs dokumentiert. Die liberale Wochenzeitung Respekt gratuliert und schreibt zu den Beweggründen der Jury für ihre Entscheidung: "Vondráček ist nicht dafür ausgezeichnet worden, dass er in dem Film Beteiligte aller Seiten zu Wort kommen ließ. Dafür gibt es höchstens eine Eins im ersten Semester eines Journalistik-Studiums. Die Jury wollte vielmehr einen Autor anerkennen, der auf die Vergangenheit nicht aus dem in Tschechien so verbreiteten einseitigem Blickwinkel sieht. Gäbe es bei Olympischen Spielen die Disziplin, sich der eigenen Vergangenheit bewusst zu werden, würden die Deutschen Gold gewinnen. Eher fraglich dagegen ist, ob sich die Tschechen für diesen Wettkampf überhaupt qualifizieren würden. Und wenn die Deutschen etwas an den Tschechen stört, dann deren Unfähigkeit zur objektiven Betrachtung der eigenen Geschichte. Dazu ist immer noch Tapferkeit notwendig."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Audiovisuelle Medien, » Geschichte, » Erinnerungskultur, » Deutschland, » Tschechien
Bára Procházková über tschechischen Würfelzucker für Brüssel
Tschechien hat Europa das zu Ende gehende Jahr auf seine ganz eigene Art versüßt, schreibt Bára Procházková auf dem Online-Portal der liberalen Wochenzeitschrift Respekt: "Als das Motto der EU-Ratspräsidentschaft geboren wurde - 'Wir versüßen es Europa' - grinsten nicht wenige schadenfroh über die darin versteckte Boshaftigkeit, aber es war treffend. Wir haben es Europa unter anderem mit dem unerwarteten Fall der Regierung Mirek Topoláneks noch während der Präsidentschaft versüßt. Der Chef der Sozialdemokraten, Jiří Paroubek, schickte damals eine ganze Packung Würfelzucker nach Brüssel, als er die Regierung absägte ohne eine bessere Alternative bieten zu können. Dank der folgenden Beamtenregierung unter Jan Fischer endete die Präsidentschaft ganz ordentlich. Als Europa schon aufatmete, versüßten wir es ihm noch mehr - mit der Weigerung von Präsident Václav Klaus, Lissabon zu unterschreiben. Ganz Europa hielt da den Atem an. Auch wenn alles gut ausging, haben wir Europa auf unvergessene Weise Kopfzerbrechen bereitet."
» zum ganzen Artikel (externer Link, tschechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » EU-Verfassung, » Geschichte, » Tschechien, » Europa