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Puri Purini, Antonio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 20.04.2012

Antonio Puri Purini kritisiert Deutschlands Abschottung in der Krise

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in Europa muss Deutschland seine egoistische Haltung ändern, meint der italienische Diplomat Antonio Puri Purini in der liberal-konservativen Tageszeitung Corriere della Sera und fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel zu mehr Kooperation auf: "Die Kanzlerin verschanzt sich hinter der komplexen, mit den Partnern ausgehandelten Rechtsprechung [des Fiskalpakts]. Doch angesichts der Euro-Skepsis der Finanzmärkte, wäre dies der Moment, die europäische Debatte in eine andere Richtung zu lenken, um eine einheitliche Strategie zu suchen. ... Die Regierung des wichtigsten Landes in Europa kann sich nicht darauf beschränken, die Rolle des Buchhalters zu spielen und die Schuldenländer immerfort an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Diese Kurzsichtigkeit ist überraschend in einem Staat, der immer schon Protagonist auf der europäischen Bühne war. Das Land, das den größten Vorteil aus der Globalisierung zieht, schottet sich am stärksten ab und zögert, sich der Aufgaben zu stellen, die ihm angesichts seines politischen Gewichts zukommt."

Corriere della Sera - Italien | 28.11.2011

Antonio Puri Purini fordert von Berlin ein Bekenntnis zu Europa

Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs arbeiten nach Medienberichten an einem Stabilitätspakt innerhalb der Euro-Zone, der sparwillige Länder mit besonderer Haushaltsdisziplin vor den Attacken der Finanzmärkte schützen soll. Diese Aufspaltung muss verhindert werden zugunsten eines Europas mit einer Geschwindigkeit, fordert der frühere italienische Botschafter in Deutschland, Antonio Puri Purini, in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera druckt: "Die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Die Wende zur Einheit ist notwendig. ... Frau Merkel, erklären Sie, was Deutschland mit der gemeinsamen Wirtschaftsregierung meint und mit der Verstärkung des Stabilitätspakts. Schließen Sie Euro-Bonds und die Verknüpfung des Rettungsschirms mit der EZB in die Reihe der Stabilitätsmaßnahmen ein. … Begründen Sie die Notwendigkeit für eine Veränderung der EU-Verträge mit der Notwendigkeit eines weiteren Schritts in Richtung der politischen Einheit. … Schränken Sie die exklusive Rolle der deutsch-französischen Achse ein und steigern Sie das europäische Profil ihrer Regierung. … Die Kanzlerin des Landes, von dem das Schicksal Europas abhängt, hat das Recht von anderen Disziplin zu fordern, doch muss sie ihrerseits Transparenz und Solidarität gewährleisten."

Corriere della Sera - Italien | 26.11.2010

Rivalitäten aufgeben

Die Eurokrise birgt auch die Chance für die europäische Gemeinschaft, ihren politischen Zusammenhalt zu beweisen, meint die konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Da es keine Alternative zur Gemeinschaftswährung gibt, ist es das Beste, die Rettung als politische Aktion einzustufen und die Finanzmärkte wie die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass ... die wirtschaftliche Union eine Brücke für die politische Union darstellt. ... Jedes Land verfolgt nur nationale Überlegungen. … Niemand erklärt, dass die europäische Gemeinschaft ein unersetzliches Projekt der Zivilisation bleibt, und dass das Aufgeben der Unabhängigkeit der einzige Weg ist, um gemeinsame Interessen zu verwirklichen und so zu verhindern, dass sich Länder wie Griechenland und Irland von Brüssel politisch unterjocht fühlen."

Cicero - Deutschland | 30.07.2008

Kultur als Rettung Europas

Der Botschafter Italiens in Deutschland, Antonio Puri Purini, schreibt im Monatsmagazin Cicero, dass Europa über sein kulturelles Erbe den Weg aus der politischen Krise finden kann. "Der Erfolg Europas lässt sich nur dann erreichen, wenn die Europäer die Existenz gemeinsamer Interessen erkennen. Eine treibende Kraft dieses Gemeinsamkeitsgefühls ist die Kultur. ... Wenn wir uns in der Europäischen Union bewegen, erleben und genießen wir die Vielfalt, durch die ein einziger Kulturraum zum Ausdruck kommt; er führt dazu, dass Europa außerhalb unserer Grenzen als eine Einheit wahrgenommen wird. Es erscheint mir daher keine gewagte Vorstellung, dass sich nationale Identität und europäische Identität durch die Kultur gegenseitig verstärken können, dass das ideale Europa und das reale Europa zu einem einzigen Ganzen verschmelzen. ... Ohne Stolz auf unser kulturelles Erbe wird sich Europa in einen Wirtschaftsraum auflösen; es wird nicht in der Lage sein, sein eigenes politisches Profil durch die Integration zu festigen. Gemeinsame Regeln und Werte, vorausgesetzt sie werden von wirkungsvolleren Institutionen gestützt ... müssen die Identität Europas im 21. Jahrhundert ausmachen."

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