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Rancière, Romain
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Große Zweifel an Hollandes Wirtschaftskompetenz
Die französische Regierung hat ihren Gesetzentwurf zum Haushalt 2013 nach nur einer Woche wieder gekippt und die geplante höhere Besteuerung von Kleinunternehmern nach Protesten deutlich reduziert. Die Regierung verliert ihre Glaubwürdigkeit, kritisiert der Wirtschaftsexperte Romain Rancière in der linksliberalen Tageszeitung Libération: "Während des Wahlkampfs hat François Hollande es zum zentralen Punkt seiner Steuerreform erklärt, dass Einnahmen aus Arbeit und Kapitalvermögen gleichermaßen besteuert werden sollen. ... Doch auf ein Mal verabschiedet sich die Regierung von diesem Prinzip - binnen weniger Tage, noch bevor die Parlamentsdebatte überhaupt eröffnet wurde. ... Es gibt zwei Hypothesen, um diese Kehrtwende zu erklären: Entweder die Regierung glaubte wirklich an den Sinn ihrer Steuerpolitik, musste aber bedauerlicherweise dem Bauernaufstand der Unternehmer klein beigeben. ... Oder aber der Regierung ist schlagartig bewusst geworden ist, dass sie eigentlich nicht wusste, was sie tat. ... So oder so hat die Glaubwürdigkeit der Regierung in Wirtschaftsfragen ungemein gelitten."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Steuern, » Wirtschaft, » Frankreich
Gemeinsame Anleihen werden missbraucht
Die Ausgabe von Euro-Anleihen kann zu weiterer Verschuldung führen, meinen die Wirtschaftsprofessoren Romain Rancière und Aaron Tornell in der linksliberalen Tageszeitung Libération: "Die Möglichkeit Euro-Bonds auszugeben ist nicht auf Krisenzeiten beschränkt wie etwa die Mechanismen des IWF oder der EU. Im Gegenteil: In guten Zeiten, wenn sich die Steuereinnahmen erhöhen, werden noch mehr Länder die Berechtigung erhalten, Euro-Bonds in größerem Umfang herauszugeben. Jedes dieser Länder hätte Interesse daran, seine Standard-Anleihen durch Euro-Bonds zu refinanzieren, denn ihr Risiko würde von den anderen Staaten mitgetragen. Die Staaten würden auf diese Weise ihre Einzel-Interessen verfolgen und dabei den Effekt missachten, den der immer höhere Umlauf von Euro-Anleihen für die Gemeinschaft aller Staaten der Euro-Zone hätte: ... Diese Form der Tragik der Allmende (tragedy of commons) führt zu einer exzessiven Verschuldung mit dramatischen Konsequenzen, wenn es mit dem Wohlstand zu Ende geht."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Finanzpolitik, » EU-Nachbarschaft, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Aaron Tornell