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Raun, Alo


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Postimees - Estland | 19.11.2010

Einschränkung des Alkoholverkaufs gefährdet Einzelhandel

Estland debattiert über eine geeignete Vorgehensweise gegen den steigenden Alkoholkonsum. Bislang mit wenig Erfolg, kritisiert die Tageszeitung Postimees: "Mal wird vorgeschlagen, Alkoholverkaufsstände zu schließen, dann wiederum soll die Alkoholwerbung verboten werden. Weitere Vorschläge sehen die Vergabe spezieller Lizenzen für den Alkoholverkauf oder die Einführung von Getränken mit geringerem Alkoholgehalt vor. Natürlich ist es schön, dass aktiv gegen den Alkoholmissbrauch vorgegangen wird, denn Estland hat hier im Vergleich mit anderen Ländern ein großes Problem. Aber dabei wird oft übersehen, dass solche Kampagnen auch negative Auswirkungen haben können. Wird beispielsweise der Alkoholverkauf in kleinen Läden eingeschränkt, bedeutet das für manche Geschäfte auf dem Land das Aus, sodass die Menschen dort auch kein Brot und keine Milch mehr kaufen können. Zu strikte Beschränkungen können außerdem zu einem Anstieg des Schwarzhandels führen."

Postimees - Estland | 08.10.2009

Alo Raun über die Ängste der Esten

In Estland sorgt eine Debatte über die vereinfachte Einbürgerung von Minderjährigen für Aufregung. Alo Raun hält in der Tageszeitung Postimees die Ängste der Esten für übertrieben: "Warum geraten fast alle Esten sofort in Aufregung, sobald es um die Frage der Volkszugehörigkeit geht? Warum werden alle Experten umgehend als Verräter abgestempelt, wenn sie neue Vorschläge erarbeiten, was für Estland und die Esten vorteilhaft ist? Warum versuchen wir gar nicht erst, uns mit diesen Ideen auseinanderzusetzen? Vermutlich ist es die altbekannte Angst der Esten vor dem Aussterben und der damit verbundene ständige Kampf ums Überleben. … Anders als die Westeuropäer haben wir darum viel mehr Angst davor, dem Nachbarn [im Haus nebenan] unterlegen zu sein. Und auf einer abstrakteren Ebene befürchten wir, dass der große Nachbar [Russland] kommt und Estland besetzt oder dass die in Estland lebenden Russen uns zu einem zweiten Russland machen. Möglicherweise wurden diese Ängste auch durch die Sowjetzeit verursacht, denn im Großen und Ganzen ist dieses Muster auch in anderen postkommunistischen Staaten festzustellen. Aber es ist keine Lösung, alle Probleme im Estland von heute immer nur Stalin anzulasten."

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