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Riccardi, Andrea


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 03.01.2011

Hass gegen Christen wächst

Der Terroranschlag in Alexandria unterstreicht einmal mehr die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft, weltweit Christen in Not zu helfen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Den Hass gegen Christen zu schüren, ist eine alte Technik, um Zustimmung unter den Muslimen zu suchen. ... Doch leiden die Christen nicht nur unter Muslimen, sondern auch unter fundamentalistischen Hindus. Hinzu kommt die Gewalt der Diktatoren, die in den Christen von Afrika bis Lateinamerika ein Bollwerk gegen die Verbrechen und seine grausamen Auswirkungen sehen. Deshalb richtet sie sich gegen die Christen. Das 21. Jahrhundert präsentiert sich als das neue Jahrhundert der Märtyrer. Wir sind dafür verantwortlich, Christen in Not zu helfen, sie dürfen nicht allein gelassen werden. Einsamkeit erhöht oft die Verwundbarkeit."

Corriere della Sera - Italien | 08.07.2009

Nachdenken, nicht nur glauben

Die Aufforderung zum Nachdenken ist Kernpunkt der Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI., meint die liberalkonservative Tageszeitung Corriere della Sera. "Die Enzyklika des Papstes enthält viele konkrete Hinweise. ... Sie ist also alles andere als ein vereinfachendes Rezept. Der Papst wird zum Sprachrohr des Aufschreis vieler und entwickelt diesen zu einer artikulierten Argumentation. ... Die Enzyklika will die vielen Akteure der Wirtschaft und Gesellschaft für eine solidarische Vision gewinnen. Solidarität ist das Schlüsselwort: Wurzel des Humanismus, Einbeziehung der Wirtschaft in die Politik. ... Die zufällige Gleichzeitigkeit der Veröffentlichung der Enzyklika und des Gipfeltreffens der G8 ist eine Herausforderung bezüglich der Armut an Ideen und Perspektiven. ... Die Enzyklika wird schon Erfolg haben, wenn sie dazu beiträgt, eine politische und wirtschaftliche Kultur wiederzubeleben, die über die Zukunft nachdenkt. Dieser Papst will nicht nur helfen zu glauben, sondern auch nachzudenken."

La Stampa - Italien | 16.01.2009

Andrea Riccardi über katholische Positionen zum Krieg

In der liberalen italienischen Tageszeitung La Stampa rollt Andrea Riccardi die Geschichte der Position der katholischen Kirche zu blutigen Konflikten auf. Dabei stellt er Unterschiede im Vergleich zu anderen Glaubensgemeinschaften fest: "Der Heilige Stuhl hat den bescheideneren Ausdruck der Unparteilichkeit während der letzten beiden Weltkriege benutzt. Was ihm den Vorwurf der Parteilichkeit, eben des Schweigens, eingehandelt hat. Unparteilichkeit ist schwer, wenn der Krieg bis auf den letzten Blutstropfen alles überrollt: ... Sie verlangt Reserviertheit, die man mit Isolierung und Unpopularität bezahlt, und mit dem Einsatz der Barmherzigkeit für alle Opfer wettmacht. … Abgesehen von den Schwierigkeiten im Nahen Osten, die auf das besondere Verhältnis der Kirche zu Israel zurückzuführen sind, stellt sich die Frage, ob die Position des Heiligen Stuhls nicht illusorisch ist. ... Die Kirche fühlt sich nicht als Pazifistin, sondern als Friedenstifterin. … Der Katholizismus unterscheidet sich von der Orthodoxie, die mit den Kämpfen von Nationen identifiziert wird, und der Unterschied wird gegenüber anderen Religionen wie dem Islam noch größer. Die katholische Position hat keine Einmütigkeit der Regierungen geschaffen … . Aber sie stellt eine einzigartige Ressource des westlichen Bewusstseins gegenüber anderen Welten dar. … Die Vision der römischen Kirche ist ein Element, dass das westliche Bewusstsein in so entscheidenden Fragen wie Krieg und Frieden originell und komplexer gestaltet."

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