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Ridao, José María


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 17.01.2011

Europäer verstehen Dimension nicht

Der Sturz des tunesischen Diktators Zine el-Abidine Ben Ali ist von größter politischer Bedeutung, doch Europa schweigt, kritisiert die linksliberale Tageszeitung El País: "Schweigen ist alles, was Europa zu einem der wichtigsten Ereignisse im Maghreb seit der Unabhängigkeit seiner Länder einfällt. Ein Volksaufstand, der mit einer langen Diktatur Schluss macht, ist in keiner Region eine Nebensache. Aber im Maghreb erlangt er eine ganz besondere Dimension. Denn in den wichtigsten Staaten der Region ähnelt sich die wirtschaftliche Situation und sie leiden unter Regimen, die abgesehen von formalen und feinen Unterschieden alle Diktaturen sind. Auch die gefällige Haltung der Europäischen Union ihnen gegenüber ist gleich, weil die EU auf die Zusammenarbeit der nordafrikanischen Regierungen in Sachen Terrorismus und Migration pocht und dabei die Augen vor Menschenrechtsvergehen, Korruptionsskandalen und systematischer Wahlmanipulation verschließt."

El País - Spanien | 26.01.2009

Grauzone in der Einwanderungspolitik

Die illegale Einwanderung in Spanien ist laut Zahlen des Innenministeriums zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund kommentiert die Tageszeitung El País die aktuelle Politik der sozialistischen Regierung. "Wenn das wirklich so ist, dann gibt es etwas, das nicht dazu passt. Warum hat die Regierung entschieden, ausgerechnet jetzt, wo die Kontrolle der illegalen Einwanderung Früchte zu tragen scheint, das Ausländergesetz zu verschärfen? ... Der Grund dafür könnte viel einfacher und damit entmutigender sein: Die Regierung hat sich entschieden, dem verantwortungslosen Wahlkampf der Opposition auf deren eigenem Terrain zu begegnen. Ein Terrain, das nicht wie behauptet das der Härte ist, sondern das der Ausweitung der Grauzone, die den Rechtsstaat dort abbaut, wo man es mit illegal beschäftigten Ausländern zu tun hat."

El País - Spanien | 14.01.2008

Die spanische Kirche will mehr Macht

In Spanien haben Vertreter der katholischen Kirche Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero heftig kritisiert und vor allem seine Bildungspolitik sowie das Gesetz zur Homoehe angegriffen. José María Ridao meint, die Kirchenvertreter stilisierten sich als Opfer, um in der Politik wieder eine Rolle zu spielen. "Aus diesem Grund beschreiben sie die Lage in Spanien als Schlachtfeld, wo die Regierung mit Gesetzen gegen das Leben und die Familie kämpft, obwohl diese schon seit Jahrzehnten gelten. Dass sie diesen Kreuzzug nicht schon gegen frühere Regierungen geführt haben, die ihnen näher standen, liegt daran, dass das Leben und die Familie für sie ein Alibi sind, um zu bekommen, was für sie wirklich zählt: Die politische Macht soll wieder dem Glauben dienen."

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