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Rioufol, Ivan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Figaro - Frankreich | 23.03.2012

Hasskultur bedroht Frankreich

Die Morde von Toulouse beweisen die Existenz einer gefährlichen Hasskultur unter französischen Migranten, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Der Terrorist wollte seinen Hass auf Frankreich zeigen, indem er sich das Militär und die Schule als Angriffsziele ausgesucht hat. ... Er wurde von seiner Familie und wahrscheinlich auch einem Netzwerk unterstützt und ist ein Monster, das eine vom gemeinsamen Gesetz entfremdete Gegen-Gesellschaft hervorgebracht hat, die in den Vorstädten entstanden ist. Es wäre zu einfach, sich hier mit der ewigen Predigt der Soziologen oder der engagierten Demographen zu begnügen, die - wenn sie diese Abgeschlossenheit überhaupt anerkennen - einzig den Staat dafür verantwortlich machen, der nie genug tue, obwohl 45 Milliarden Euro für Renovierungsarbeiten in den Vorstädten ausgegeben wurden. Die sozialen Schwierigkeiten reichen nicht aus, um die Verbitterung zu rechtfertigen, die diese nach Vorherrschaft strebende Konkurrenz-Kultur erfüllt. ... Das terrorisierte Frankreich sitzt auf einem Pulverfass."

Le Figaro - Frankreich | 11.11.2011

Ivan Rioufol sieht die Föderalisten als Profiteure der Euro-Krise

Als Antwort auf die Krise wollen europäische Föderalisten die Schaffung eines supranationalen Staats vorantreiben, meint der Essayist Ivan Rioufol in der konservativen Tageszeitung Le Figaro, jedoch gegen den Willen des Volkes: "Immer mehr Europäer haben das Gefühl, nicht mehr Herr der Lage zu sein, weil ihr Schicksal in den Händen von Technokraten mit gestärktem Kragen liegt, in den Händen von grauen Buchhaltern und anderen sowjetartigen Kommissaren. In Frankreich glauben laut Umfragen 60 Prozent der Bürger, dass die Demokratie nur schlecht funktioniert. ... Die Föderalisten von heute wollen von der Krise in der Euro-Zone profitieren. Sie werten den Nationalstaat ab und pochen mit solchem Nachdruck auf ein supranationales Europa. Damit wäre bewiesen, dass sie dem Volk mit anhaltender Gleichgültigkeit gegenüber stehen. Das Volk muss dafür aber den Kopf hinhalten."

Le Figaro - Frankreich | 04.11.2011

Europäer haben Recht auf Mitbestimmung

Mit dem Verzicht auf das geplante Referendum ignoriert Premier Papandreou die Meinung der Bürger, was ein Fehler ist, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Die Arroganz der Mächtigen gipfelte diese Woche in den heftigen Kommentaren, die den griechischen Premier kritisierten für die überstürzte Ankündigung eines Referendums über Sparmaßnahmen, die seine Mitbürger unterstützen sollten. Man kennt diese Beschimpfungen aus dem Jahr 2005, als die Franzosen gegen die europäische Verfassung stimmten. Griechenland wird als Wiege der Demokratie bezeichnet. Da ist es doch wohl das Mindeste, diejenigen nach ihrer Meinung zu fragen, die den Gürtel enger schnallen müssen, ohne wirklich für die Krise verantwortlich zu sein. ... Eines ist sicher: Europa wird nicht zusammenwachsen, solange es das entrüstete Volk ignoriert, wie das momentan der Fall ist. Die Bürger sind der Schlüssel zu den Krisen, die gerade überhandnehmen. Ohne ihr Einverständnis wird man sie nicht lösen können."

Blog Ivan Rioufol - Frankreich | 10.06.2011

Protest der Empörten ist populistisch

In mehreren europäischen Ländern haben sozialdemokratische Parteien versucht, die Proteste der jungen Generation als Bestätigung linker Werte zu verbuchen. Das ist falsch, meint Ivan Rioufol in seinem Blog bei der konservativen Tageszeitung Le Figaro: "Die Jugend wird sich nicht ihren Verächtern anschließen. Die Linke will sich ihrer Aura versichern, indem sie glaubt, sie sei auf derselben Wellenlänge mit den Empörten, mit dieser Opfer-Generation, die in ganz Europa protestiert. In Wahrheit liegen diese Aufstände, denen gerade sowohl in Spanien als auch in Frankreich die Luft ausgeht, auf einer Linie mit den an Stärke gewinnenden populistischen Bewegungen, die die Linke, von der wir hier sprechen, samt ihrer Pseudo-Fortschrittsgläubigen schlecht macht. Die Empörten, die man in Referenz auf den tollen Buchtitel des faden und albernen Werks von Stéphane Hessel (Empört euch!) so nennt, sind ein Krisensymptom für das sinkende Vertrauen in die politische Welt. In Spanien und Portugal hat man sich übrigens gerade der Sozialisten entledigt."

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