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Roca Junyent, Miquel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Miquel Roca Junyent über Obama und die Mode der Wechselhaftigkeit
Für einen wirklichen Wandel der Gesellschaft braucht US-Präsident Barack Obama mehr Zeit, verteidigt Miquel Roca Junyent in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia den Präsidenten gegen wachsende Kritik: "Zu sagen, dass Obama nicht mehr in Mode ist, ist jetzt Mode. Man sagt, er habe die Erwartungen nicht erfüllt, die er geweckt hatte, dass viele Dinge gleich geblieben und andere schlechter geworden seien. Man verweist darauf, dass die Gesundheitsreform nicht voran kommt, dass bei den kommenden Kongresswahlen die Republikaner gewinnen und so weiter. Das wichtige ist, den Mythos abzuwerten. ... Unsere Gesellschaft verbrennt alles sehr schnell. Wir leben mit einem Wunsch nach Wandel, der sich mit anhaltenden Moden schlecht verträgt. ... Eine bestehende Wirklichkeit zu verändern, zu erneuern, braucht aber Hartnäckigkeit, weil sie sich wehrt und an ihrer Wesensart festhält. Dies zu ändern, braucht Entschlossenheit, Geschick, Dialog und Ausdauer. Das Schlimmste wäre es, den Wandel zu einer Mode zu machen; es wäre, als ob man ständig in entgegengesetzte Richtungen voranschreite. Mir gefällt der Obama mit Schwierigkeiten mehr als der Mythos mit Rückenwind. Er ist wirklicher."
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Nicht auf Obama verlassen
Miquel Roca Junyent warnt in der spanischen Tageszeitung La Vanguardia davor, im Kampf gegen die Krise alle Hoffnungen allein auf den US-Präsidenten zu setzen: "Zu glauben, man könne sich im Abschleppseil Barack Obamas aus der Krise ziehen lassen, ist naiv. Schlimmer noch, es ist ein schwerer Fehler. Ohne einen globalen Wandel wird es keine Lösung geben. Aber ein globaler Wandel garantiert noch nicht, dass alle von ihm profitieren. Jeder muss seine eigenen Hausaufgaben machen, und diese sind komplex. Es ist schwierig, sie aufzugeben und zu akzeptieren. Es ist die Zeit der großen Einigungen, die ihre Protagonisten über die Gewohnheiten der Parteien setzt. Ohne Einigung gibt es keine Lösung. Wir könnten allenfalls lernen, mit der Krise zu leben, aber uns nicht von ihr befreien. Nur Mut!"
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Populismus in Krisenzeiten
Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise warnt die Tageszeitung La Vanguardia vor einem Nationalpopulismus, der in Krisenzeiten regelmäßig aufblühe und die Demokratie in Frage stelle. "Wir haben Probleme, das ist war, schwerwiegende Probleme, das ist auch wahr. Aber wir haben die stabilsten Grundlagen, die wir je hatten, um aus diesen Problemen wieder herauszufinden. Aber um dies zu ermöglichen, müssen wir diejenigen zurückweisen, die wie Sirenen erneut den Nationalpopulismus beschwören. Es sind wie immer die gleichen. Diejenigen, die die Demokratie nur zähneknirschend akzeptiert haben; diejenigen, die nicht für die Freiheit gestritten haben, weil sie ihre schon hatten. Diejenigen, die weder die Vielfalt noch den Pluralismus lieben und keine Institutionen akzeptieren, die nicht ihrem eigenen Vorteil dienen. In der Krise sollten wir mehr denn je vereint die Werte verteidigen, die diese neue demokratische Wirklichkeit Spaniens ermöglicht haben."
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