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Rosselin, Jacques


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Tribune - Frankreich | 31.10.2011

Europa ist bürgerfernes Spekulationsgeschäft

Nachdem sich Anleger am Donnerstag nach dem Euro-Gipfel an den explodierenden Kursen berauscht hatten, sanken die Börsenkurse am Freitag bereits wieder. Brüssel wird zu einer Geschäftsbank, die den Bürgern den europäischen Traum nicht mehr vermitteln kann, kritisiert die liberale Wirtschaftszeitung La Tribune: "Für die europäischen Staats- und Regierungschefs wird es immer schwieriger, aus den mit großem Getöse als 'historisch' angekündigten Gipfeltreffen siegreich hervorzugehen und gute Neuigkeiten zu verkünden. Wie immer steht der europäische Bürger auch dieses Mal wieder perplex vor einer Liste ziemlich technischer Details, die man eilends als 'Rettungsplan' tituliert. Momentan sind es allein die Märkte, die sich enthusiastisch zeigen, und auch da ist unsicher, wie viele Tage die Stimmung anhält. Die Beschlüsse zeugen eher von der finanztechnischen Kreativität einer Geschäftsbank als von staatsmännischer Entschlusskraft, hinter der eine Vision oder - bleiben wir auf dem Teppich - zumindest politischer Wille steht. Und selbstverständlich ist nichts besser geeignet, dem verwirrten europäischen Volk den Glauben an die Union zurückzugeben, als eine 'Investment-Zweckgesellschaft'."

La Tribune - Frankreich | 04.10.2011

Athens Krise erfordert neues Europa

Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen am Montag in Luxemburg die Entscheidung über die nächste Rate der Hilfszahlungen an Griechenland auf Anfang November vertagt. Das gibt Europa 30 Tage Zeit, um sich neu zu erfinden, hofft die Wirtschaftszeitung La Tribune: "Die Schaffung einer europäischen Wirtschaftsregierung ist seit einigen Monaten im Gespräch. ... Die Hypothese, dass durch einen neuen Vertrag eine Föderation von Nationalstaaten oder ein Europa der zwei bis drei Geschwindigkeiten zu Stande kommen könnte, steht ebenfalls im Raum. Dazu bekennen sich sogar die Europa-Enthusiasten. Die zwischenstaatliche Organisationsebene ist wieder von Bedeutung. Die Regierungschefs hantieren am europäischen Getriebe, angeführt vom französisch-deutschen Gründerduo. Leider funktioniert es zwischen den beiden nicht besonders gut, wie man in den letzten Monaten beobachten konnte. Ihre Vision ist mal miteinander abgestimmt, mal bürokratisch, aber selten historisch. Dennoch ist die Gelegenheit gekommen, Europa neu zu erfinden."

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