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Rossi, Filippo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Abhörgesetz bedroht italienische Demokratie
Der italienische Senat hat am Donnerstag in erster Lesung einem umstrittenen Abhörgesetz zugestimmt. Dieses soll Abhörungen zu Ermittlungszwecken einschränken und ihre Veröffentlichung in den Medien verbieten. Das konservative Onlinemagazin Farefuturo räumt ein, dass die Regierung das "Knebelgesetz" zwar entschärft hat, dennoch beeinträchtigt es die demokratische Zukunft des Landes: "Man hat das unangenehme Gefühl, es handele sich um ein Feigenblatt. … Es mag übertrieben klingen, das Gesetz an der Trennungslinie zwischen Diktatur und Demokratie zu sehen. Dennoch hätte es wesentlich verbessert werden können. Es hätte das Ausufern der Bespitzelungspraxis verhindern können, ohne die Pressefreiheit einzuschränken. Diese Liste der 'hätte' ist lang. In Anbetracht der Umstände hat man das Beste daraus gemacht. Vielleicht. Eben dieses vielleicht lastet wie ein Felsblock auf der italienischen Politik und droht sie zu zerschmettern."
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Italienisches Fernsehen fürchtet kritische Stimmen
Der Aufsichtsrat des italienischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Rai hat angekündigt, einige Passagen einer geplanten politischen Fernsehserie des Bestsellerautors und Journalisten Roberto Saviano kürzen zu wollen. Dagegen protestiert das liberale Onlinemagazin Farefuturo: "Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen Kultursendungen streicht, verzichtet der Staat auf seinen Informationsauftrag und beschneidet sich stattdessen mit Zwergen, Sternchen und Spaßmachern. Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen die kritische Stimme, die Kraft des Wortes und die Wut der Wahrheit zu streichen bereit ist, die in einer Demokratie niemals zum Schweigen gebracht werden dürfen, dann darf es nicht länger die Bezeichnung 'öffentlich-rechtlich' in Anspruch nehmen, die für Seriosität, Information und Pluralismus steht. Ein Dienst, der den Staub des Landes unter den Teppich der unerträglichen Leichtigkeit kehrt, ist kein öffentlich-rechtlicher."
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Filippo Rossi über den Selbstmord der italienischen Politik
Die Politik in Italien hat Selbstmord begangen, schreibt Filippo Rossi im Web-Magazin Fare Futuro: "Die Politik hat sich umgebracht, weil sie nicht mehr an ihre Rolle, an ihre Funktion glaubt. Sie hat sich den goldenen Schuss gesetzt mit ihrer partei- und institutionsfeindlichen Haltung, sich mit Pillen der Perspektivlosigkeit vollgestopft, sich mit dem Strick des Misstrauen erhängt, sich mit einer Kugel aus reinem Zynismus erschossen. Und so ist das, was heute als Politik ausgegeben wird, nichts weiter als ein Ektoplasma dessen, was die Politik sein sollte, ein Avatar, der andere Interessen verfolgt als diejenigen, die mit dem Wohl der Gemeinschaft zu tun haben. ... Die Politik ist auf dem Altar der falschen Zugehörigkeiten, der leeren Rhetorik, der Parteiinteressen und einer fehlenden Utopie geopfert worden. Sie hat im Namen der Bürokratie, der politischen Strömungen, der Kandidaturen, der Karrieren Selbstmord begangen. Sie hat sich selbst und den wahren Grund ihrer Existenzberechtigung, den kollektiven Roman der Zukunft zu schreiben, vergessen."
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