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Ruyter, Karin de
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Atommüll ist das größte Risiko
Die Katastrophe in Japan hat weltweit die Debatte um die Kernenergie angefacht. Dabei darf es aber nicht nur um die Sicherheit der Kraftwerke gehen, warnt die Tageszeitung De Standaard: "Beinahe jede Regierung verspricht nun, dass sie aus den Ereignissen in Japan 'lernen' werde. Das ist sehr redlich und verständlich. Aber zugleich droht die Diskussion für oder gegen Kernenergie, durch die Katastrophe in Japan auf eine Debatte eingeengt zu werden über den Schaden, der durch 'Vorfälle' wie Naturkatastrophen, abstürzende Flugzeuge oder terroristische Anschläge angerichtet werden kann. Vorfälle mit möglicherweise sehr großen Folgen, aber einer begrenzten Wahrscheinlichkeit. Dabei liegt das größte Sicherheitsrisiko der Kernenergie nicht dort, sondern beim Müll, den sie produziert. Dieser Atommüll ist eine Realität, keine Wahrscheinlichkeit. Und mehr als ein halbes Jahrhundert, nachdem der erste Atommeiler in Betrieb genommen wurde, haben wir immer noch keine Ahnung, was wir damit anfangen sollen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Energie, » Katastrophe, » Global, » Japan
Fortis-Aktionäre müssen Bankverkauf akzeptieren
Die Aktionäre der Fortisbank haben jetzt dem Verkauf ihres Kreditinstituts an die französische BNP Paribas zugestimmt. Jene Aktionäre, die gegen den Verkauf waren, bewarfen die Bankmanager auf der Aktionärsversammlung mit Schuhen und Bechern und schrien ihre Gegner nieder. Ihr Anwalt Mischael Modrikamen habe sie angestachelt, meint die Tageszeitung De Standaard: "Modrikamen hat dem Image der Anwälte gestern keinen guten Dienst erweisen. Sein Auftritt war eine Schande für den Beruf. Als Rechtsanwalt muss er seinen Fall mit juristischen Argumenten vorbringen, nicht mit Volksverhetzung und Bedrohung der Gegner. Als Rechtsanwalt muss er auch ein gerichtliches Urteil akzeptieren, dass alle Aktionäre von Fortis mitentscheiden durften und das Ergebnis der demokratischen Abstimmung respektieren. Wenn er damit nicht einverstanden ist, dann kann er versuchen das dort anzufechten, wo es hin gehört: im Gerichtssaal. Eine allgemeine Aktionärsversammlung ist kein Volkstribunal."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Banken, » Belgien
Verkauf von Staatsbank birgt zu viele Risiken
Die belgische Regierung steht vor der Entscheidung über den Verkauf der bislang staatlichen Krisenbank Fortis an die französische Bank BNP Paribas. Die Tageszeitung De Standaard fragt, warum der Staat die Bank angesichts der schlechten Verkaufsbedingungen nicht behält: "Ökonomen waren sich in den vergangenen Monaten nicht einig, ob unser Land dieses Risiko tragen kann, vor allem auch, weil [die Banken] Dexia und KBC noch immer nicht aus der Gefahrenzone sind. Aber zu den Bedingungen, die BNP Paribas in den vergangenen Tagen stellte, ist das Risiko für Belgien bei einem Verkauf mindestens so groß wie bei einem Nicht-Verkauf. Welche Entscheidung die Regierung auch trifft, die Aktionäre der Fortis Holding, die im vergangenen Monat den Verkauf an BNP Paribas verhinderten und damit neue Verhandlungen erzwangen, dürfen sich für das auf die Schulter klopfen, was sie mit ihrer Nein-Stimme geschafft haben. Denn wer profitiert nun eigentlich von den neuen Verhandlungen - außer den Anwälten? ... Die belgischen Steuerzahler werden mit noch mehr Risiken und möglichen Verlusten belastet als jetzt schon der Fall ist."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzmärkte, » Belgien
Machtloser Zuschauer
Zur Rolle der EU in der Kreditkrise schreibt die Tageszeitung De Standaard: "Die Grundidee hinter der Europäischen Union war und ist immer noch, zu einem einzigen Wirtschaftsraum zu gelangen. Mit seinen zahlreichen Regeln und Richtlinien ist Europa dadurch im finanziellen und wirtschaftlichen Leben überall gegenwärtig. Die einzelnen Mitgliedsstaaten sind bei der Ausführung ihrer Wirtschaftspolitik an Händen und Füßen gebunden. Entweder erlaubt Europa etwas nicht, oder Europa fordert etwas. Aber jetzt, in der schlimmsten Finanzkrise in Jahrzehnten, durch die es auch wirtschaftlich sehr schief zu laufen droht, hat dieses Europa auf einmal keine Antwort. In der heutigen Krise ist es nicht mehr als ein machtloser Zuschauer. Und das wird dem Glauben des durchschnittlichen Europäers an die gesamte europäische Konstruktion nicht gut tun."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Belgien