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Sabtschew, Konstantin
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zuckerbrot und Peitsche für Bulgariens Beamte
Die Leiterinnen der staatlichen Krankenkasse Bulgariens und des Handelsregisters mussten in der vergangenen Woche ihre Posten räumen nachdem herausgekommen war, dass sie sich mehrere tausend Euro Boni selbst zugewiesen hatten. Trotzdem haben hohe Beamte, die viel Geld verwalten, ein Anrecht auf gute Bezahlung, findet die Tageszeitung Standart: "Es ist höchste Zeit, eindeutige Kriterien für die Bewertung von Arbeit und Verantwortung in der staatlichen Verwaltung einzuführen, auch wenn das dazu führt, dass einige Beamte mehr Geld bekommen als ihr Minister. Insbesondere wenn sie nicht nur viel Verantwortung tragen, sondern auch viel Geld in die Staatskasse bringen. Selbstverständlich käme das Zuckerbrot nicht ohne die Peitsche. Beamte, die der Korruption oder eines anderen Verbrechens im Amt überführt werden, müssen wissen, dass sie nicht mit einer Kündigung davon kommen, sondern im Knast landen. Auf diese Weise werden sie zweimal überlegen, bevor sie dieses Risiko eingehen und wegen irgendwelcher dubioser Geschäfte ihre Freiheit und ihr sicheres Beamtendasein aufs Spiel setzen."
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Enttarnung von Stasi-Bischöfen heilsam
Elf von fünfzehn Bischöfen der Bulgarischen Orthodoxen Kirche waren Spitzel des kommunistischen Staatssicherheitsdienstes, hat eine Überprüfung der staatlichen Kommission für die Offenlegung der Stasi-Akten am Dienstag ergeben. Die Tageszeitung Standart ist froh, dass nun endlich Klarheit herrscht: "Was haben die Bischöfe nicht alles versucht, um zu verhindern, dass die besagten Akten ans Licht kommen! ... Doch wie schon in der Bibel steht: 'Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.' ... Wie die Bischöfe nun damit umgehen werden, hängt von jedem selbst ab und ist eine Gewissensfrage, zumal das Gesetz keine Lustration vorsieht. Jetzt sind aber keine Ausreden gefragt, sondern Reue. Denn Gott liebt den Sünder, der Buße tut, mehr als den Gerechten. In diesem Sinne könnte sich die Offenlegung der Stasi-Akten sogar als heilsam erweisen für die Kirche."
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Bevölkerungsexplosion schlimmer als Finanzkrise
Die Weltbevölkerung wird am kommenden Montag offiziell sieben Milliarden Menschen umfassen laut Prognose der Vereinten Nationen. Bis 2050 sollen es mehr als neun Milliarden sein. Die Tageszeitung Standart warnt vor einer Apokalypse: "Bereits 1798 sagte der britische Ökonom Thomas Malthus voraus, dass die Fortpflanzungsfähigkeit der Bevölkerung größer ist als die Möglichkeit, genügend Nahrungsmittel für die Menschen zu produzieren. Das ist die wahre globale Krise unserer Zeit und nicht die Finanzkrise. Wie schon Mussolini sagte, kann eine Nation nicht an Geldmangel sterben. Doch sie kann wegen des Mangels an natürlichen Ressourcen sterben. Behält nämlich das demografische Wachstum sein heutiges Tempo, werden wir in Zukunft einen zweiten Planeten brauchen, der uns ernährt und die Abfälle unseres Planeten aufnimmt. ... Wenn die internationalen Institutionen es also nicht schaffen, das Bevölkerungswachstum auf der Erde drastisch einzudämmen, blüht uns die von Malthus verheißene Apokalypse."
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Gericht verhöhnt bulgarische Todesopfer
Knapp zwei Jahre nachdem 15 bulgarische Touristen bei der Fahrt mit einem maroden Ausflugsschiff im Ohridsee zwischen Mazedonien und Albanien ertranken, hat am Dienstag ein mazedonisches Gericht den Kapitän des gesunkenen Schiffs zu einem Jahr Haft verurteilt. Die geringe Strafe verhöhnt die Opfer, empört sich die bulgarische Tageszeitung Standart: "Der Kapitän Filevski kann formell zwar nicht der vorsätzlichen Tötung angeklagt werden, aber er hat immerhin mit an Mord grenzender Fahrlässigkeit gehandelt. Er hat dreimal mehr Passagiere als zugelassen auf einen morschen Kutter geladen, Baujahr 1924, der 20 Jahre im Hafen vor sich hin rostete und dann auf die Schnelle in ein Ausflugsschiff umgewandelt wurde. Das ist nicht bloß typische Balkan-Schlamperei, sondern ein schreckliches Verbrechen."
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Bulgariens Kulturreichtum bleibt verborgen
Die meisten Touristen kommen nach Bulgarien, um am Strand herumzuliegen und sich mit billigem Alkohol ins Delirium zu trinken, kritisiert die Tageszeitung Standart und fordert mehr Sichtbarkeit für die Kulturschätze des Landes: "Wir zeigen immer nur unsere schlechte Seite, die gute aber bleibt im Schatten. Wir haben sieben Unesco-Welterbestätten. Wir haben die thrakische Kultur, die älter ist als das antike Griechenland. Wir haben das älteste Gold Europas im Gräberfeld von Varna, römische Siedlungen, mittelalterliche Burgen und Klöster. ... All dies bleibt der Welt aber weitgehend verborgen. Dabei könnte es Bulgarien nicht nur in ein neues Licht setzen, sondern auch Gewinne aus dem Kulturtourismus einbringen. ... Das Meer und die Kneipen sind schön und gut, aber es ist an der Zeit, auch anspruchsvolle Touristen anzuziehen. Die drittklassigen sind uns schon sicher."
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