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Sacks, Jonathan
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jonathan Sacks über die Koexistenz von Wissenschaft und Religion
Der britische Physiker Stephen Hawking sorgt mit seinem neuen Buch Das großartige Design in Großbritannien für Aufregung. Darin legt er dar, dass das Universum für seine Entstehung keines göttlichen Designers bedarf. Der Oberrabbiner Jonathan Sacks hingegen hält es für einen Trugschluss, wenn die moderne Wissenschaft eine mögliche Existenz Gottes ausschließt, schreibt er in der konservativen Tageszeitung The Times: "Es gibt einen Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion. Wissenschaft erklärt, Religion interpretiert. Wissenschaft nimmt die Dinge auseinander, um zu sehen wie sie funktionieren. Religion setzt sie wieder zusammen, um zu sehen, was sie bedeuten. … Es ist wichtig, dass wir Professor Hawkings Fehldeutung verstehen. Denn die gegenseitige Feindschaft zwischen Religion und Wissenschaft ist einer der Flüche unserer Zeit, und er schadet Religion und Wissenschaft gleichermaßen. ... Für Weisheit braucht es mehr als nur Wissenschaft. Sie kann uns nicht erklären, warum wir existieren oder wie wir leben sollten. Wissenschaft, die sich als Religion ausgibt, ist so ungehörig wie Religion, die sich als Wissenschaft ausgibt."
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Jonathan Sacks über die Bedeutung des Holocaust-Gedenktages
Der britische Oberrabbiner Jonathan Sacks macht sich in der Tageszeitung The Times Gedanken über die Bedeutung des Holocaust-Gedenktages: "Solch ein Tag könnte für uns alle wertvoll sein, für Juden oder Nicht-Juden gleichermaßen, wären zwei Bedingungen erfüllt. Die erste wäre, das wir ihn, ohne die Einzigartigkeit des Holocaust in Frage zu stellen, dazu nutzen, andere Tragödien näher zu betrachten: Bosnien, Kambodscha, Ruanda und jetzt Darfur. Die zweite wäre, den Tag in den Schulen zu behandeln. Denn es sind unsere Kinder und Enkel, die den Kampf für Toleranz in Zukunft weiterführen müssen, und wir müssen sicherstellen, dass sie die ersten Schritte zur Hölle erkennen. ... Trauer hat die Macht zu vereinen. Von den 6.000 Sprachen, die heute in der Welt gesprochen werden, ist nur eine wirklich universell: die Sprache der Tränen. Und jetzt, wenn sich die tektonischen Platten, auf denen die Menschlichkeit steht, verschieben und zu Gewalt, Konflikt und Terror in der ganzen Welt führen, müssen wir Stellung beziehen gegen Hass - das Thema des diesjährigen Gedenkens. Nie in meinem Leben haben wir diese Botschaft mehr gebraucht. ... Antisemitismus ist nur ein geringer Teil des Problems. Die Unmittelbarkeit der globalen Kommunikation macht es möglich, dass irgendwelche Konflikte an jeder beliebigen Stelle der Welt ausbrechen können. Das Internet ist der mächtigste Katalysator für Hass und Paranoia, der jemals erfunden wurde. ... Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Wir können, und müssen, die Zukunft ändern. Um der Opfer Willen, unserer Kinder Willen und Gottes Willen, dessen Bild wir tragen."
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