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Sassen, Saskia
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Saskia Sassen über die Dynamik von Migranten
Die US-Soziologin Saskia Sassen vertritt im Interview mit Isolde Charim die These, Migranten spielten eine wichtige Rolle bei Entwicklung von Gesellschaften. "Sie können ein Migrant sein oder ein Bürger, sie können schwul sein oder queer, ein minorisierter Bürger, ein fröhlicher Anarchist - als all dies können Sie sich in einer Art von Politik engagieren, die heute Teil des Politischen geworden ist. Der formale politische Apparat wird zusehends unfähiger, sich diesen Erfahrungen anzupassen... Die Sans Papiers sind heute wesentlich mehr als nur unregistrierte Migranten. Sie sind zu politisch Handelnden geworden. Das hängt mit der steigenden Bedeutung der Menschenrechte zusammen. Migranten, Flüchtlinge und Frauen sind oft jene Akteure, die die Menschenrechte aktivieren. Minorisierte Bürger funktionieren als informelle politische Akteure. Sie sind es, die die politische Agenda voranbringen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Migration, » Integration, » Minderheiten, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Isolde Charim
Saskia Sassen über das Verschwinden der Agora
Die Soziologin Saskia Sassen spricht im Interview mit Petra Steinberger über die Zukunft der Städte. "Die Stadt war immer der Ort für Kritik und Diskussion. Doch die Idee der Agora steckt heute in großen Schwierigkeiten, denn die Menschen existieren zunehmend innerhalb ihrer kleinen Welten. Auf der Agora trafen sich verschiedenste Schichten und Klassen. Heute gibt es nicht nur klar abgegrenzte 'gated communities', sondern auch immer mehr unsichtbare Schranken. Nur eine bestimmte Gruppe von Menschen betritt die Luxusbezirke. Interaktion findet kaum noch statt... Die Umwälzungen werden in den oberen und unteren Schichten erlebt. Oben orientiert man sich an globalen Verbindungen. Unten wird Verelendung erlebt, aber auch Transnationalismus und Internationalismus, was sich in der Debatte um Immigration zeigt. In Städten passiert gerade eine Menge, aber die Agora als ein Ort, an dem all diese Entwicklungen zusammentrafen, ist verschwunden. Anstelle des öffentlichen Raums gibt es heute vielerorts nur noch öffentlichen Zutritt."
» zur Homepage (externer Link, Süddeutsche Zeitung)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Architektur / Städte, » Geschichte, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Petra Steinberger