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Schouten, Rob
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Königsdrama bei Ajax Amsterdam
Die Krise beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam beherrscht die nationalen Medien. Nach einem Streit über die Reform der Jugendausbildung mit Fußballlegende Johan Cruijff waren Vorstand und Aufsichtsrat des Vereins am vergangenen Mittwoch zurückgetreten. Das 'Königsdrama' um Ajax hält das ganze Land in Atem, wundert sich Kolumnist Rob Schouten in der Tageszeitung Trouw: "Am vergangenen Samstag saß ich im Auto und hörte Radio. Es ging nur um Ajax. ... Es hatte etwas von einer theologischen Debatte um Glaubensfragen. Als ob ein Schisma bevorstand und wir Zeuge großer historischer Ereignisse waren. Und das, obwohl es nur um die Vorstandskrise eines Fußballvereins ging, der noch nicht einmal auf Platz eins steht. ... Ich lauschte, als ob es wirklich nichts Wichtigeres zu tun gab, als ob Japan und Libyen ferne Gerüchte waren. Da probten Prinzen den Aufstand und Göttersöhne mussten das Feld räumen. Das gelobte Land zitterte bis in seine Grundfesten und jemand rief 'My Kingdom für eine neue Jugendausbildung'. Kein Zweifel: Shakespeare."
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Der Untergang zieht uns an
In der Tageszeitung Trouw fragt der Kolumnist Rob Schouten nach den Gründen für die weltweite Trauer um Michael Jackson. Schließlich sei dieser kein musikalisches Genie gewesen wie etwa Johann Sebastian Bach: "Vielleicht sind sein Ruhm und die Trauer, die Michael Jackson jetzt zuteil wird, inzwischen gerechtfertigt. Auf jeden Fall hatte er die richtigen Zutaten für einen Publikumsliebling. Er war erst schön und berühmt, dann tragisch und gescheitert. Was uns an Ikonen anzieht ist ihr Aufstieg, aber dann vor allem ihr Untergang. Elvis. Prinzessin Diana. Man kann sich ergötzen an ihrem Leben und dann sehen, wie elendig trotzdem alles endet. Das Memento mori unserer Zeit. Der unbegreifliche Virus, der offenbar mit einer weltweiten Ausstrahlung einher gehen muss. ... Ich glaube, dass ein Teil der Massentrauer auch ein Gefühl der Erleichterung ist, dass wir selbst nicht so sein müssen. Dass Ruhm und Reichtum doch nicht wirklich zählen, aber dass wir uns nun doch wieder auf die Suche nach einem neuen König begeben müssen, der uns das lehrt."
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