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Schümer, Dirk


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | 05.06.2011

Dirk Schümer kritisiert ein überkomplexes Europa

Die Europäische Union muss Macht zurück an die nationalen Parlamente geben, sonst droht ein Kollaps, warnt der Europa-Korrespondent Dirk Schümer in der konservativen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: "Hätte man den Holländern die Abschaffung der Grenzkontrollen bei Venlo vorgeschlagen, hätte man den Luxemburgern eine Sondersteuer für italienische Bauern abverlangt - die Ablehnungsquote hätte sicher bei mehr als neunzig Prozent gelegen. ... Es fehlt Entscheidendes: Europa hat keine gemeinsame Öffentlichkeit. Die EU beweist, dass Demokratie nie ohne einen gemeinsamen Diskurs gelingen kann. Das Europäische Parlament, das eh kaum etwas zu sagen hat, wird in nationalen Wahlkämpfen bestimmt. Rein national sind die Nachrichten, die politischen Köpfe, die Streitkulturen, die Traditionen geblieben. Weil das so ist, stimmen regelmäßig linke und rechte Mehrheiten gegen alle etablierten Parteien, sobald es um Europa geht. ... Europa ist heute nur gedient, wenn das Rumpeln der überkomplexen Maschinerie gestoppt wird. Alle Entscheidungsprozesse müssen wieder demokratisch und dann eben national oder regional oder lokal werden. Alle Ausweitungen gehören gestoppt."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 11.04.2008

Droht eine dritte Runde Berlusconi?

In Italien seien die Gegensätze zwischen links und rechts längst verwischt und durch den Interessenkonflikt von Alt und Jung ersetzt worden, schreibt Dirk Schümer. "Doch nun bekommt das Land die Rechnung für die Versorgungsmentalität der politischen Klasse und die inhärente Blockade praktischer Lösungen präsentiert: Italien ist europäisches Schlusslicht bei der Geburtenrate... Weil die Klasse der Vergreisenden bei den Wahlen locker über die junge Generation siegt, stabilisieren alle Parteien die Agonie... Egal, wie viele Italiener sich am Wochenende vor Wut und Verzweiflung der Stimme enthalten werden, egal, welche Formation im Kuddelmuddel der Parteien die Nase vorn hat - die entscheidende Zahl kennt der Soziologe [Alessandro] Rosina jetzt bereits: Ein neuer Abgeordneter wird im Schnitt mindestens dreiundfünfzig Jahre alt sein. Die Ausgrenzung der Jungen, die de facto auf den gesellschaftlichen Suizid hinausläuft, kann also weitergehen."

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