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Schumann, Harald


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Der Tagesspiegel - Deutschland | 05.10.2011

Rettungsschirm schützt nur die Anleger

Aus Zorn darüber, wie die Politiker in der europäischen Schuldenkrise gehandelt haben, ist der Journalist Harald Schumann selbst Spekulant geworden. Er kaufte im Juli für 18.790 Euro griechische Staatsanleihen und verkaufte sie nur einen Monat später mit einem Reingewinn von 784 Euro. Indem die Insolvenz Griechenlands vertagt wurde, hat die Finanzbranche ihre Interessen durchgesetzt, meint Schumann im liberal-konservativen Tagesspiegel: "Alle Fachleute, die nicht der Finanzwirtschaft verbunden sind, plädierten daher unabhängig von ihrem politischen Standpunkt schon im Frühjahr 2010 für einen schnellen Schuldenerlass. ... Doch dagegen stand die Macht der Finanzbranche. Deren ideeller Gesamtlobbyist Josef Ackermann ... warnte, es sei 'unvorstellbar, das Land fallen zu lassen' und es gelte 'kleinere Brände zu löschen, bevor größere entstehen'. Dahinter stand nur, dass die Kunden der Deutschen Bank, in den Vorjahren einer der Partner des griechischen Finanzministeriums beim Verkauf von Anleihen, keine Verluste erleiden sollten. ... In bewusster Irreführung der Öffentlichkeit wird dies bis heute als 'Rettung' der Griechen (und Iren und Portugiesen) bezeichnet, obwohl doch in Wahrheit einzig jene vor Schaden bewahrt werden, die einfach nur schlecht investiert haben."

Der Tagesspiegel - Deutschland | 19.05.2010

Reformen machen Europa krisensicher

Die beschlossenen EU-Reformen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Europa aus der Wirtschaftskrise zu führen, meint der linksliberale Tagesspiegel: "Selbst wenn Europas Finanzwirtschaft dabei Marktanteile verlieren würde, wäre das kein Schaden. Im Gegenteil: Wenn die EU jetzt voranginge, würde sie ein Signal setzen, dass es ihr mit der Bändigung der Finanzmärkte ernst ist. Befreit vom Zwang zur ohnehin nicht erreichbaren globalen Vereinheitlichung könnten die EU-Staatenlenker so auch all die anderen nötigen Finanzreformen angehen, von der Begrenzung der Kredithebel bis hin zum Verbot des Handels mit ungedeckten Kreditausfallwechseln, der ohne jeden volkswirtschaftlichen Nutzen nur zusätzliche Risiken schafft. Ja, das würde die Gewinne der Finanzindustrie in der EU erheblich mindern und Banking würde wieder zu dem langweiligen Geschäft, das es einst war, als es nur darum ging, Ersparnisse in Kredite zu verwandeln. Aber zugleich würde Europa ein krisenfestes Finanzsystem gewinnen, mit dem die übrige Wirtschaft wieder prosperieren kann."

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