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Sedláček, Tomáš
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Tomáš Sedláček über Tschechiens seltsamen Isolationismus
Das Nein Tschechiens zum neuen EU-Fiskalpakt isoliert das Land zunehmend, fürchtet der Wirtschaftswissenschaftler Tomáš Sedláček in der liberalen Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Unsere Politik, sei es die aus dem Präsidialamt oder zunehmend auch aus der Regierung, wendet sich grundsätzlich gegen alles, was mit E wie Europa beginnt. Das Nein zum Fiskalpakt war ein trauriges Beispiel dafür. Dabei passt der Pakt der Regierung in den Kram. Aber er ist von der EU vorgeschlagen worden. Jeder Ökonom, jeder Politiker muss sich da an den Kopf fassen. Es ist schon sehr mutig, eine Chance zu vergeben, um die Verschuldung unseres Landes zu verhindern. ... Glauben wir wirklich, dass wir mit unserem Nein unsere Souveränität beweisen? Auch ein US-Präsident, das starke Deutschland oder das stolze Frankreich müssen Kompromisse schließen, suchen Verbündete. Wie viele haben wir von dieser Sorte? Immer und immer weniger. Dafür runzeln mehr und mehr Staaten über uns die Stirn."
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Tomáš Sedláček über die unschätzbaren Vorteile des Euro in der Krise
Wer den Euro als Grund der Krise bezeichnet, begeht einen schweren Fehler, bemerkt der Finanzexperte Tomáš Sedláček in der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Manchmal wird von den Euro-Gegnern auf populistische Weise der Eindruck erweckt, dass die Probleme gelöst seien, wenn wir uns vom Euro oder besser gleich von der EU verabschieden würden. Aber wenn Europa nicht den Euro hätte, würden wir wieder Handelskriege führen, uns mit der Abwertung nationaler Währungen übertreffen, Zölle einführen, Importe einschränken und Exporte fördern. ... So lief das immer in der Vergangenheit. Und wenn wir schon einmal bei der Vergangenheit sind: Wären Griechenland, Ungarn oder Irland vor 50 Jahren bankrott gegangen, hätten andere Staatschefs darüber beraten, wie man diese Länder besetzt. Heute würde niemandem so etwas einfallen, im Gegenteil. Heute beraten wir darüber, wie man ihnen am besten helfen kann. Ohne den Euro wäre die Krise mit großer Wahrscheinlichkeit um vieles schlimmer."
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