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Seszták, Ágnes
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ungarn im Kreuzfeuer ausländischer Medien
Internationale Medien haben in der vergangenen Woche heftige Kritik an Ungarns neuer Verfassung und dem rechtskonservativen Premier Viktor Orbán geübt. Ihre mutmaßlichen Informanten nimmt die rechtskonservative Tageszeitung Magyar Nemzet ins Visier: "Es ist doch außergewöhnlich, dass sich von New York bis Madrid, von Paris bis Frankfurt alle mit der ungarischen Verfassung, dem Mediengesetz oder Viktor Orbán beschäftigen. Während die deutsche Presse unablässig die Regierung Orbán als den inbrünstigen Feind der Demokratie geißelt, jagt der Fernsehsender ZDF den deutschen Kindern mit uns Ungarn Angst ein. … Die gemäßigte Le Monde zieht Orbán eine Nazi-Uniform über, die Times würde dem niederträchtigen Diktator keinen Cent geben, der Guardian wiederum prophezeit eine düstere Zukunft. ... Woher beziehen diese Medien ihre Informationen? ... Von den liberalen Intellektuellen hierzulande, die zwar keine Macht mehr haben, die ausländischen Medien jedoch mit absonderlichen Informationen füttern. Und weil die westlichen Medien zu 90 Prozent liberal gesinnt sind, haben wir auch schon des Rätsels Lösung."
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Bevölkerung schwindet wegen kurzer Ehen
Die Krise der Institution Ehe und der dramatische Bevölkerungsschwund hängen eng zusammen, schreibt die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Ein ungarisches Ehepaar stellt sich heute so vor: 'Mein jetziger Ehemann, meine jetzige Ehefrau.' Und niemand ist ob des schrecklichen Inhalts dieser Äußerung entsetzt. Das Beispiel des Ehepaars drückt besonders gut jenen entleerten und degradierten Zustand aus, in der sich die Institution der Ehe heute befindet. ... Wir sollten uns darüber eigentlich nicht wundern. Seit Jahren schon sind fleißige Geister damit beschäftigt, die Ehe zu entleeren und die Krise der Familie zu vertiefen. Tagtäglich hören wir in den Medien Nachrichten von zusammengeschlagenen Frauen, pädophilen Vätern und zerrütteten Familien. Von intakten Familien kaum. ... In Ungarn ist heute eine Scheidung ein ebenso alltägliches Ereignis wie das Trinken eines Glas Wassers. ... Parallel dazu sinkt nicht nur die Zahl der neuen Eheschließungen stetig, sondern auch die Zahl der Kinder. ... Die Krise der Ehe und der Zerfall der Familien hat genau das zur Folge, wovor jedem nüchtern denkenden Ungarn schaudert: dem dramtischen Rückgang der Bevölkerung."
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