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Skidelsky, Robert

n Robert Skidelsky, a member of the British House of Lords, is Professor emeritus of political economy at Warwick University, author of a prize-winning biography of the economist John Maynard Keynes, and a board member of the Moscow School of Political Studies.


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Financial Times - Großbritannien | 31.10.2008

Robert Skidelsky über Russland in Zeiten der Finanzkrise

Der Ökonom Lord Robert Skidelsky argumentiert in der Wirtschaftszeitung Financial Times mit Blick auf die Finanzkrise in Russland, dass dieses sich als Schwellenland begreifen und seine geopolitischen Ambitionen zurückschrauben muss, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen: "Russland hat versagt, seine Wirtschaft zu diversifizieren, und seine Politik hat Investoren seit langem nervös gemacht. Eine Konfrontation mit der Realität ist überfällig. ... Russland trägt ein großes politisches Risiko. Dies ist das Vermächtnis der Realwirtschaft der Putin-Jahre. [Der frühere Präsident und heutige Premier Russlands] Wladimir Putin versteht die Notwendigkeit der Konsistenz zwischen Wirtschafts- und Außenpolitik nicht oder vielmehr: die Versöhnung, die er suchte, basierte auf dem überraschenden Gewinn durch russische Energie. Wenn es mit diesem Gewinn jetzt vorbei ist, was wahrscheinlich ist, ist die entscheidende Annahme seiner Politik zerstört: dass Russland seine Energiemacht nutzen kann, um seine weltpolitische Position zu stärken, ohne den Sensibilitäten anderer als der russischen Wählerschaft viel Aufmerksamkeit zu schenken. Russland muss seine geopolitischen Ambitionen zurückschrauben auf seine wirkliche Bedeutung – die einer Schwellenwirtschaft mit lediglich drei Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und einem Viertel des amerikanischen Lebensstandards. Die Putin-Ära ist vorbei, aber die von Dmitri Medwedew [russischer Präsident] hat noch nicht begonnen. Das ist die wahre russische Krise."

Cyprus Mail - Zypern | 13.03.2008

Robert Skidelsky über Kapitalismus und Moral

"Es scheint heutzutage keine stichhaltige Alternative zum Kapitalismus zu geben, auch wenn es weiterhin anti-kapitalistisches Denken gibt... Aber weil kein soziales System ohne moralische Basis auf Dauer lebensfähig ist, müssen wir die von den Globalisierungsgegnern aufgebrachten Themen ernst nehmen... Die Marktwirtschaft basiert auf der Anstachelung von Habgier und Neid mittels Werbung. In einer Welt allgegenwärtiger Werbung wird dem Hunger auf Waren und Dienstleistungen keine natürliche Grenze gesetzt... Weil der Kapitalismus heutzutage keinen ernstzunehmenden Konkurrenten mehr hat, ist er moralisch anfechtbar. Er ist auf gefährliche Weise vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig, so dass jedes ökonomische Scheitern in größerem Maßstab die Seichtheit seiner moralischen Ansprüche vor Augen führt. Die Lösung ist nicht die Abschaffung der Märkte, sondern die moralische Legitimierung der Bedürfnisse. Die einfachste Methode das zu tun, ist die Werbung zu beschränken. Das würde die Funktion von Habgier und Neid auf den Märkten zurechtstutzen und Raum für das Aufblühen anderer Motive schaffen."

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