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Slama, Alain-Gérard


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Figaro - Frankreich | 22.06.2011

Alain Gérard Slama über das Comeback der Demokratie

Ereignisse wie die arabischen Revolutionen, die Eurokrise, und die Atomkatastrophe in Fukushima haben in diesem Jahr die öffentliche Meinung bestimmt. So wird Demokratie wieder lebendig, meint Alain Gérard Slama in der konservativen Tageszeitung Le Figaro: "Für die meisten unserer Zeitgenossen ist es frappierend, zu sehen, wie schnell sich die Demokratie innerhalb weniger als eines Jahres gewandelt hat. Sie erlangt den Sinn für das Tragische zurück, der so lange aus unserem öffentlichen Leben verschwunden war, und lässt den Einzelnen so seine Verantwortung neu entdecken. ... Wir hatten uns daran gewöhnt, zu denken, dass die Demokratie die schlechteste aller Staatsformen ist, zu der es keine bessere Alternative gibt, wie es in einem berühmten Zitat heißt. Wir dachten, wir müssen uns nicht einbringen, um sie zu erhalten. Nun aber haben sich in den vergangenen Monaten einige große Ereignisse der Weltgeschichte zugetragen, und uns ergreift ein ganz ein ganz anderes Gefühl: Die Demokratie präsentiert sich uns als stetige Neuschöpfung, die jeden dazu verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten."

Le Figaro - Frankreich | 14.07.2010

Sarkozys Partei opfert ihren Schatzmeister

Der im Zuge einer Korruptionsaffäre in die Kritik geratene französische Arbeitsminister Eric Woerth hat sein Amt als Schatzmeister der Regierungspartei UMP aufgegeben. Die konservative Tageszeitung Le Figaro fordert, dass die Unschuldsvermutung auch für Politiker gelten muss: "Die Unschuldsvermutung ist der wichtigste Schutz der persönlichen Ehre, da sie diese gegen Vorurteile und die Leidenschaft der Volksjustiz verteidigt. Auch wenn sie beste Absichten verfolgen, hatten die so genannten Transparenz-Gesetze zur Folge, dass die Beweislast zum Nachteil der Politiker umgekehrt wurde. ... Der Begriff des Interessenkonflikts birgt die Gefahr der unmittelbaren Vermutung, dass das Individuum keiner Versuchung widerstehen kann. ... Es ist eindeutig, dass Eric Woerth seine Funktion als Schatzmeister der UMP schon hätte aufgeben müssen, als er Haushaltsminister wurde. Aber von hier ist es noch ein großer Schritt, ihn ohne Beweise der Unredlichkeit zu verdächtigen."

Le Figaro - Frankreich | 07.07.2008

Kranke Demokratie in Europa

Die Tageszeitung Le Figaro analysiert die aktuellen Probleme der Demokratie in Europa: "Am Tag vor dem Urlaub, der sich normalerweise als günstiger Moment anbietet, ein Fazit zu ziehen, setzt sich ein Thema durch, dass sich bereits durch die vergangenen Monaten gezogen hat: Die kränkelnde Demokratie. Sicher sind diese Nöte nicht neu. Aber selbst in Frankreich, das gemeinsam mit Italien die pessimistischsten Prognosen verkraften muss, haben die letzten Präsidentschaftswahlen gezeigt, dass Politik die öffentliche Meinung weiterhin begeistert, dass die Wähler ihren Institutionen weiterhin stark verbunden sind, und dass die Spaltung zwischen Rechts und Links die Debatten um Sozialjustiz, Sicherheit und Ökologie weiterhin mit Sinn erfüllt. ... Mit der Ausnahme von Frau Merkel, die eine günstige Konjunktur genießt, ... kann sich keiner der Staats- und Regierungschefs einer allgemeinen Vertrauenskrise entziehen."

Le Figaro - Frankreich | 16.06.2008

Abschied von den Menschenrechten

Die Tageszeitung Le Figaro vertritt die These, dass Menschenrechte in der internationalen Politik an Bedeutung verloren haben: "Die Politik der Menschenrechte war eine Illusion: nicht an sich, sondern weil sie auf dem Glauben basierte, dass sich die Staaten und Zivilgesellschaften der freien Welt vereinen könnten, um den noch "gefesselten" Völkern zur Freiheit zu verhelfen... In der Zwischenzeit haben zwei Irak-Kriege, der Kosovo-Krieg und das Attentat von Al-Qaida in Manhattan die Situation völlig verändert. Sie deckten den Gegensatz zwischen der schnellen materiellen und der länger andauernden politischen Entwicklung einer Zivilisation auf. Ein Staat nach dem anderen gab den Traum einer Menschenrechtspolitik auf. Stattdessen verfechten sie nun das exakte Gegenteil: den Traum einer Realpolitik, die vor dem sich ausbreitenden Fanatismus resigniert hat."

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