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Slézak, Bertrand
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Schlimmes Schweigen zu Algerien
Rund 30.000 Polizisten haben am Wochenende in Algeriens Hauptstadt Algier eine Demonstration von rund 2.000 Menschen gegen das Regime von Präsident Abdelaziz Bouteflika unterdrückt. Die Weltgemeinschaft hat tatenlos zugeschaut, prangert die linksliberale Tageszeitung Le Quotidien an: "Nicht ein Wort. Wo waren die großen Führer der internationalen Gemeinschaft am Samstag, als die algerischen Machthaber in aller Ruhe einen Protestversuch in den Straßen von Algier unterdrückt haben? Offenbar haben sie die Lektion nicht gelernt: Keiner hatte die Kraft des unglaublichen demokratischen Schwungs, der die Präsidenten Tunesiens und Ägyptens aus verjagen sollte, richtig eingeschätzt; und nun geschieht schon wieder das gleiche. … Die Ereignisse des vergangenen Monats haben die Regeln des diplomatischen Klientelismus neu geschrieben. Ölstaat, Angst vor Islamismus und wirtschaftliches Interesse hin oder her, die internationale Gemeinschaft hat von nun an die Pflicht, ihren Einfluss geltend zu machen. Und da sie auch die Macht dazu hat, ist ihr Schweigen umso schlimmer."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Naher und Mittlerer Osten, » Nordafrika
Volles Adoptionsrecht für homosexuelle Paare
Das luxemburgische Parlament stimmt über einen Gesetzesvorschlag der Regierung ab zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Die Tageszeitung Le Quotidien begrüßt den Vorstoß, hält ihn aber für unzureichend : "Wenn Luxemburg gleichgeschlechtlichen Personen die Heirat erlauben würde, wäre das nicht nur ein großer gesellschaftlicher Fortschritt. … Luxemburg würde damit auch zu einem sehr kleinen Kreis von Staaten gehören, die den Mut hatten zu erkennen, dass die Gesellschaft nicht auf Gesetze gewartet hat, um sich weiterzuentwickeln. In ihrem Gesetzesvorschlag öffnet die Regierung die vereinfachte Adoption für homosexuelle Paare, nicht aber die vollständige Adoption [bei der die Bindungen zwischen dem Kind und seiner Herkunftsfamilie abgebrochen werden]. Auch wenn man das gleiche Geschlecht hat, kann man wahre Liebe füreinander empfinden und, wie die ganze Welt, ein wenig davon geben. Das ist es, was ein Kind braucht, und nicht das Pseudomodell einer Gesellschaft, die entstaubt werden muss."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gleichberechtigung, » Luxemburg