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Sole, Robert


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 19.01.2010

Rezepte für eine glückliche Scheidung

In den großen europäischen Städten endet eine von zwei Hochzeiten mit der Scheidung. Die Tageszeitung Le Monde schreibt über Geschäftsmodelle, die die Scheidung erleichtern sollen: "Das Geschäft, das dem Gesetz schon immer voraus war, passt sich diesem Trend auf intelligente Art und Weise an, wie zwei interessante Initiativen beweisen: Sie wollen Ihren Ehepartner verlassen und trauen sich nicht, es ihm ins Gesicht zu sagen? In Berlin erledigt Bernd Dressler, Chef der Trennungsagentur, das für sie. Eine einfache Benachrichtigung per Telefon ('Ich bedaure ihnen sagen zu müssen ...') kostet 29,90 Euro. Schriftlich Schluss zu machen würde Sie zehn Euro mehr kosten. In Großbritannien hat die Kaufhauskette Debenhams die Scheidungslisten erfunden. Freunde und Verwandte können dort das Geschenk auswählen, das sie dem einen oder anderen der getrennten Partner schenken. Dort gibt es alles außer einem Seelenverwandten als Ersatz, aber das wird auch noch kommen."

Le Monde - Frankreich | 06.05.2009

Robert Solé über das schlafende Frankreich

Der französische Satirejournalist Robert Solé findet in der Tageszeitung Le Monde ganz eigene Erklärungen dafür, warum die Franzosen einen Schlaf- und Essrekord halten: "Frankreich isst und schläft, lehrt uns eine Studie der OECD. Unter allen reichen Ländern verbringt es die meiste Zeit am Tisch und im Bett. Gut, bei Tisch, das ist normal (130 Minuten pro Tag). Man versteht, dass die armen Briten (80 Minuten) nicht lange mit ihrem gekochten Fleisch verbringen. Doch warum halten die Franzosen auch den Bett-Rekord? Sogar die Spanier, die für ihre Siesta bekannt sind, schaffen es nicht auf mehr als unsere täglichen acht Stunden und 50 Minuten. Dazu gibt es drei Hypothesen: 1. Das Ursprungsland der Menschenrechte schläft den Schlaf der Gerechten. Es schläft auf beiden Ohren und vertraut der Regierung. 2. Unter der Decke schläft man nicht nur. Frankreich amüsiert sich. ... Oder macht sich Sorgen und schläft nur mit einem geschlossenen Auge, wie ein Gendarm. 3. Frankreich ist total k.o. von Schlafmitteln und Antidepressiva, die ihm einen zweiten Rekord bescheren. Diesmal einen messbaren."

Le Monde - Frankreich | 11.11.2008

Zu viele Gedenktage

In Frankreich ist der 11. November zum Gedenken an den Waffenstillstand nach dem Ersten Weltkrieg ein offizieller Feiertag. Die Tageszeitung Le Monde meint, man könne auch zu viele Gedenktage haben: "In einem halben Jahrhundert hat sich die Zahl der Gedenktage in Frankreich verdoppelt. Eine von dem Historiker André Kaspi geleitete Kommission warnt vor dieser 'Gedenk-Inflation' und schlägt vor, nur noch drei nationale Gedenktage beizubehalten: den 11. November (Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs), den 8. Mai (Sieg über die Nazis) und den 14. Juli (französische Revolution). Sofort erhebt sich Protest. Man sollte, im Gegenteil, neue Gedenktage einführen, um sich an die jüngsten Entwicklungen in der französischen Gesellschaft anzupassen. Das ist richtig. Übrigens hätten wir dann eine stattliche Anzahl von Feiertagen. ... Doch woher sollen wir diese ganzen Daten nehmen? 365 Tage würden kaum ausreichen."

Le Monde - Frankreich | 19.06.2008

French touch

Die Tageszeitung Le Monde veröffentlicht einen ironischen Beitrag zur Französischliebe der Schotten: "Sie lieben den französischen Akzent. Das lässt sich in einem Bahnhof von Edinburgh feststellen. Hier kündigt ein gewisser Vincent Houplain die Züge an. Die weiblichen Reisenden sind verrückt danach, ... nichts ist offenbar so sexy wie diese französisch angehauchte Stimme, die sie für sehr romantisch halten ... Wenn die Schotten möchten, könnten wir ihnen noch etwas viel Besseres anbieten: Ansagen auf Korsisch, Bretonisch, Elsässisch, Baskisch, Katalanisch oder Okzitanisch. Weder die Académie française noch der Senat wäre dagegen, diese Regionalsprachen zu exportieren."

Le Monde - Frankreich | 18.06.2008

Militär-Diät

Die Tageszeitung Le Monde fordert im Zusammenhang mit der geplanten Reform der französischen Streitkräfte ein Umdenken in der Ausbildung der Soldaten: "Die französische Armee soll also eine Abmagerungskur durchmachen. ... Das Profil der Landesverteidigung wird sich verändern. Der Gewichtsverlust soll durch einen reduzierten Personalbestand erreicht werden. ... Um es genau zu sagen, wird sich die militärische Doktrin nicht mehr allein auf die vier traditionellen Pfeiler Prävention, Abschreckung, Schutz und Intervention stützen. Eine fünfte Funktion wurde den Soldaten zugeordnet: Wissen und Antizipation, anders formuliert, der Nachrichtendienst, um nicht Spionage zu sagen. ... Alle Armeen der Welt, angefangen bei den amerikanischen Truppen im Irak und den russischen Truppen in Tschetschenien, haben diese fünf Aufgaben. Man vergisst aber, ihnen eine sechste vorzugeben: die Schäden zu reparieren und die weinenden Kinder zu trösten."

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