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Szabó, Anna


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Magyar Nemzet - Ungarn | 07.12.2011

US-Agenturen führen Krieg gegen Europa

Die US-Rating-Agenturen führen einen Krieg gegen Europa, der schleunigst beendet werden muss, fordert die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "In den vergangenen 15 Jahren wurden mindestens zwei Dutzend Länder falsch bewertet: Es gab Staaten, deren Kreditwürdigkeit um fünf bis zehn Stufen nach oben oder nach unten korrigiert werden musste, damit sie zumindest im Nachhinein der Wirklichkeit entsprach. ... Die beiden New Yorker Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's versuchen im globalen Wettbewerb offenbar die USA zu stärken. Ihnen ist klar, dass sie mit Herabstufungen Europa nur schaden können. Und in Wirklichkeit ist das auch ihr Ziel. Wir haben es mit einem Wirtschaftskrieg zwischen den USA und Europa zu tun. ... Der Schritt von Standard & Poor's kommt hierbei bereits einem Flächenbombardement gleich. ... Die EU muss den Fehdehandschuh aufnehmen, indem sie Länderbewertungen umgehend verbietet und eine europäische Rating-Agentur schafft."

Magyar Nemzet - Ungarn | 26.11.2011

Moody's greift Ungarn an

Die Rating-Agentur Moody's hat Ungarns Kreditwürdigkeit am Donnerstagabend auf Ramschniveau herabgestuft. Die Agentur unterwirft sich dem Willen der Spekulanten kritisiert die regierungsnahe konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Es war ein Angriff auf die wirtschaftliche Selbstständigkeit Ungarns. ... Wegen der rein persönlichen Meinung eines bestimmten Kreises von Privatanlegern geht der Forint zu Boden, sackt der Index der Budapester Börse in die Tiefe und steigen die Zinsen, die Ungarn zahlen muss. Auf Grundlage jener Begründung, mit der Moody's Ungarn herabgestuft hat, lässt sich theoretisch jedes beliebige Land auf der Welt herabstufen. Unumwunden hat sich Moody's hinter jene Spekulanten gestellt, die es auf den Forint und die ungarischen Staatspapiere abgesehen haben. ... Das konnte geschehen, weil bis zum heutigen Tag kein Gesetz die Tätigkeit der Rating-Agenturen regelt. Sie haben niemals einen Auftrag erhalten, Länder zu bewerten. Sie haben schon seit langem nicht mehr die Aufgabe, Anlegern eine Orientierung zu geben. Vielmehr verschaffen sie dem Willen einer einflussreichen Finanzelite Geltung. Um jeden Preis."

Magyar Nemzet - Ungarn | 28.10.2011

EU-Apparat beweist europäischen Geist

Durch die Beschlüsse zur Euro-Rettung haben Europas Politiker einen Weg aus der Krise gefunden, meint die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Der Apparat der Union hat bewiesen, dass in ihm doch nicht nur das Organisationstalent der Italiener, die Flexibilität der Deutschen, die Bescheidenheit der Franzosen und die Großzügigkeit der Niederländer vereint ist, sondern der europäische Geist, aus dem konkrete Lösungen hervorgehen. ... Erst jetzt hat sich die Union zu der Einsicht durchgerungen, dass sie zur Krisenbewältigung niemals ein geeignetes Regelsystem zur Hand hatte und ihre Drehbücher für den Beitritt der schwächeren Länder stets schlecht waren. Durch ihre unzureichenden Antworten auf die Krise und ihre Ohnmacht ist die Glaubwürdigkeit der politischen Führer erheblich geschwunden. Derweil ist auch die Empathie der stärkeren gegenüber den schwächeren Ländern gesunken. Seit Mittwoch haben wir wieder Grund zur Hoffnung, dass sie einen Ausweg gefunden haben."

Magyar Nemzet - Ungarn | 26.07.2011

Tragikomödie um US-Schulden

In den USA ringt US-Präsident Barack Obama mit dem von den Republikanern dominierten Repräsentantenhaus um einen Ausweg aus der Schuldenkrise. Wegen der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr will keine der Seiten einlenken und das Gesicht verlieren, meint die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "In einer Woche sind die USA zahlungsunfähig, wenn bis morgen keine Einigung über ein Sparpaket und die Erhöhung der Schuldengrenze erzielt wird. ... Die politischen Konsequenzen von notwendigen Ausgabensenkungen in Höhe von vier Billionen US-Dollar will niemand alleine schultern, schon allein deshalb nicht, weil im nächsten Jahr die Präsidentschaftswahl ansteht. So wird der erbitterte Haushaltsstreit vermutlich bis zum letzten Moment andauern. ... Wir sehen in Washington derzeit eine beispiellose Tragikomödie. Bei diesem Tauziehen steht unglaublich viel auf dem Spiel. Aus diesem Grund werden fast alle Mittel eingesetzt, um die jeweils andere Seite zu erpressen und zu diskreditieren. Zugleich ist den Entscheidungsträgern aber auch allzu bewusst, dass eine Einigung erzielt werden muss, um die drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Der Ausgang des Spiels steht also von vornherein fest."

Magyar Nemzet - Ungarn | 09.05.2008

Ungewisse Euro-Einführung

Angesichts der Tatsache, dass die Slowakei im nächsten Jahr den Euro einführen wird, macht sich Anna Szabó über Ungarns angestrebten Beitritt zur Währungsunion Gedanken. "Dieses Jahr wird der Unterschied zur Slowakei weiter wachsen. Es reicht, wenn wir das ungarische Wirtschaftswachstum des letzten Quartals 2007 ... mit jenem der Slowakei im selben Zeitraum vergleichen. Dieses lag bei sage und schreibe 14 Prozent. Laut dem internationalen Wirtschaftsforschungsinstitut Economist Intelligence Unit befinden wir uns in Sachen Finanzrisiko in der Gesellschaft von Iran und Pakistan. Derweil sind Litauen, Estland, Tschechien und Slowenien diskret an uns vorbeigezogen. Ungarn hat derzeit kein Zieldatum zur Einführung des Euro. Die Entscheidungsträger des Landes wissen noch nicht einmal, wann sie überhaupt ein Zieldatum festlegen werden. ... Statt der von der EU geforderten dreiprozentigen haben wir eine sechsprozentige Inflation, statt des verlangten Haushaltsdefizits [maximal 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukt] ist unseres doppelt so hoch, und darüber hinaus ist auch noch unser Leitzins gestiegen. So viel zu den Maastrichter Kriterien, von denen wir noch weit entfernt sind. Das heißt, dass wir weiterhin im Vorzimmer des Euro warten müssen."

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