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Tallián, Miklós


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Komment - Ungarn | 29.06.2011

Ungarn schottet sich gegen EU ab

Ungarns Außenminister János Martonyi hat in Brüssel eine insgesamt positive Bilanz der EU-Ratspräsidentschaft gezogen, die am morgigen Donnerstag zu Ende geht. Der Publizist Miklós Tallián hingegen kritisiert auf dem Meinungsportal Komment die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Regierung Orbán: "Zunächst einmal ist es angebracht, die politische Haltung Ungarns zu untersuchen. Vor dem Beginn der EU-Ratspräsidentschaft - ja sogar währenddessen - waren immer wieder Töne zu hören, die die Unabhängigkeit gegenüber der EU und anderen westlichen Institutionen propagierten. ... Ungarns Regierung unternimmt alles Erdenkliche, um die Hilfe von den politischen Verbündeten Ungarns, der Europäischen Union und anderen westlichen Organisationen, zu vermeiden. Unter Missachtung der europäischen Entscheidungsmechanismen versuchte Ungarn auch wiederholt wirtschaftlich und diplomatisch potenteren EU-Ländern seinen Willen aufzuzwingen. ... Mit dieser Einstellung ist es schwierig, eine erfolgreiche Ratspräsidentschaft zu absolvieren. Wenn Ungarn der EU so entgegentritt, wird auch die EU Ungarn so begegnen."

Komment - Ungarn | 01.05.2011

Ungarns Schwäche erzeugt rechte Milizen

Das ungarische Parlament hat am Montag die Aktionsmöglichkeiten rechtsradikaler Milizen eingeschränkt, die aggressiv gegen Roma auftreten. Der Aufmarsch paramilitärischer Organisationen ist eine Konsequenz aus Fehlern des Staats, meint der Publizist Miklós Tallián auf dem Meinungsportal Komment: "Der Staat hat sich schon vor Jahrzehnten aus der Verantwortung gestohlen, gegen die Kleinkriminalität vorzugehen, die eine logische Konsequenz der Gettoisierung der Roma ist. Das hat unweigerlich zu Formen des Selbstschutzes geführt, in schlimmeren Fällen sogar zu Selbstjustiz. Dass dies die Rechtssicherheit untergräbt, liegt auf der Hand, allerdings ist der Selbstschutz in der gegebenen Situation eine natürliche Reaktion. Wenn der Staat seiner Aufgabe, der Kriminalität vorzubeugen und sie zu bekämpfen, nicht nachkommt, wird dies notgedrungen von anderen erledigt. ... Das ist, ich betone, nicht legal, jedoch aufgrund des Fehlens staatlicher Ordnung durchaus nachvollziehbar."

Hírszerző - Ungarn | 02.06.2009

Europawahlen: Eine innenpolitische Meinungsumfrage

Das Nachrichtenportal Hírszerző schreibt über die Belanglosigkeit der Europawahlen in den Augen der ungarischen Wähler: "Am nächsten Sonntag wählen wir ungarische Europaparlamentsabgeordnete ins Europäische Parlament. Ungefähr so viel wissen wir über die Angelegenheit im Allgemeinen. ... 24 Prozent der wahlberechtigten ungarischen Bürger zum Beispiel haben von der Wahl noch gar nicht gehört. ... Diese Wahl ist offenkundig nicht dazu prädestiniert, ihrer Funktion gerecht zu werden. ... Kein Wunder. Die Europäische Union ist nämlich kein Staat, sondern eine postmoderne politische Organisation, was heißt, dass die EU im traditionellen Sinn keine echte Regierung hat. ... Ein Parlament kann dieses Defizit freilich nicht kompensieren. Das bedeutet, dass die Wahlen kein allzu großes Gewicht haben werden. Alle Parteien werden die Europawahlen nach Belieben instrumentalisieren, am häufigsten wahrscheinlich als breit angelegte innenpolitische Meinungsumfrage."

Hírszerző - Ungarn | 05.11.2008

Wahl ohne Überraschung

Der Blogger Miklós Tallián betrachtet den Wahlsieg Obamas als negativ. "In der vergangenen Nacht wurde Wirklichkeit, was wir bislang nur geahnt hatten: Amerika hat den ersten schwarzen Präsidenten seiner Geschichte gewählt. Doch in Bezug auf Obama ist die Tatsache, dass er schwarz ist, am wenigsten interessant. Viel interessanter ist, wo er sich unter den schlechtesten US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts, also F. D. Roosevelt, Lyndon B. Johnson und natürlich Jimmy Carter, einreihen wird. ... Amerika ist ein starkes und stolzes Land, es hat zwei Weltkriege gewonnen, es hat die vorhin genannten schlechten Präsidenten überlebt, es wird auch Obama überleben."

Hírszerző - Ungarn | 12.09.2008

Angriff auf den Westen

Der Journalist Miklós Tallián reflektiert in der Internetzeitung Hírszerző über den Westen, dessen Werte und freiheitliche Grundlagen, die am 11. September 2001 angegriffen worden seien: "Der 11. September ist damals wie heute eine persönliche Angelegenheit, egal wie fern dieses Datum in Raum und Zeit erscheint. ... Es ist eine persönliche Angelegenheit, weil ich an all das glaube, was am 11. September angegriffen und zerstört wurde. Meine Heimat ist jene westliche Zivilisation, die auf dem Fundament von Freiheitlichkeit, Humanismus und rationaler Aufgeklärtheit steht. In der ich das Recht und die Möglichkeit habe, mein Glück selbst zu suchen, ebenso wie die anderen. Dies genügt, der Rest liegt schon an mir. ... Die größte Tugend des freiheitlich konstituierten Westens ist, dass er gar nicht mehr verspricht. Er wirbt für sich nicht damit, dass er die beste aller theoretisch möglichen Welten ist. Er belügt uns nicht damit, dass es allen immer gut gehen wird, und behauptet auch nicht, dass es nur Gewinner gibt. ... Nein, er bietet uns lediglich die Grundlagen, um ein gutes Leben zu führen."

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